Palästinensischer Häftling seit 61 Tagen im Hungerstreik

Der palästinensische Gefangene in den Gefängnissen der israelischen Besatzung Ghadanfar Abu Atwan setzt seinen Hungerstreik heute zum 61. Tag in Folge aus Protest gegen seine unfaire Inhaftierung ohne Anklage oder Gerichtsverfahren fort.

Abu Atwan leide an einem schweren Flüssigkeitsmangel im Körper, der die Funktionen der lebenswichtigen Organe in seinem Körper, einschließlich des Herzens und der Nieren, gefährdet. Er leidet auch unter permanenter Müdigkeit und Kopfschmerzen, da er sich weigert, Nahrungsergänzungsmittel zu erhalten.

Abu Atwan hat auch mehr als 15 Kilogramm an Gewicht verloren und leidet an Tachykardie sowie an Sprach- und Bewegungsunfähigkeit. Er leidet auch unter psychischem und nervösem Druck als Folge der Verschlechterung seines Gesundheitszustands.

Am 10. Juni lehnte der Oberste Gerichtshof Israels zum zweiten Mal einen Antrag von Abu Atwan zur Aufhebung seiner Verwaltungshaft ab.

Die Verwaltungshaft ermöglicht es die israelische Besatzungsarmee, Palästinenser ohne Rechtsverfahren und ohne jede Begründung auf unbestimmte Zeit festzuhalten. Die Häftlinge werden zur jeweiligen Verlängerung der Haftzeit im Sechs-Monats-Rhythmus einem Militärgericht vorgeführt.

Amnesty International hat Israels Einsatz von Verwaltungshaft als „bankrotte Taktik“ bezeichnet und Israel seit langem aufgefordert, diesen Einsatz einzustellen.

(WAFA / 04. Juli 2021)