Israel: Skandal um palästinensischen Künstle Heimatarrest

Der palästinensische Künstler Khaled Jarrar darf Israel nicht verlassen und nach Helsinki reisen, wo er mit einer Performance an dem Projekt „To the Square 2“ beteiligt ist. Eine Kunst-Stempel-Aktion wurde ihm zum Verhängnis.

Bei der Berlin-Biennale vor zwei Jahren gehörte sein Beitrag zu den eindrucksvollsten Werken. Khaled Jarrar, der zu jener Schar aufbegehrender Künstler im Nahen Osten gehört, hatte die Existenz des Staates Palästina einfach behauptet, indem er für ihn einen eigenen Passstempel und Briefmarken entwarf. In der Ausstellung in den Kunst-Werken waren sowohl gestempelte Pässe als auch Postkarten und Briefe mit der fingierten Marke zu sehen, die tatsächlich um die Welt gegangen waren. Ein gewagtes Spiel: Wer immer sich den Stempel in seine Papiere drücken ließ, beging damit einen Akt des zivilen Ungehorsams und riskierte, als Reisender bei den israelischen Grenzbehörden Probleme zu bekommen.

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