Der 4.Nahostkrieg

AM 6. Oktober 1973 , am Jom Kippur , dem jüdischen Feiertag, und gleichzeitig im Islamischen Fastenmonat Ramadan, überquerten ägyptische Panzer auf Pontonbrücken den Suezkanal. Etwa 240 Flugzeuge der ägyptischen Luftwaffe bombardierten israelische Stellungen; syrische Panzereinheiten drangen auf den Golan-Höhen vor. Die ägyptische Armee durchbrach die "unüberwindbare" Bar-Lev-Linie und stiesligen etwa 30 Kilometer ins Innere der Sinai-Halbinsel vor, wo ihre offensive aus bisher unverständlichen Gründen stoppte.

Am Abend des 8. Oktober 1973 erklärte der israelische Verteidigungsminister Moschee Dajan, daß die Festungen der Bar-Lev-Linie gefallen sind.

Premierministerin Golda Meir flog in die USA, um die Lage persönlich mit US-Präsident Richard Nixon zu beraten.

Am 11./12. Oktober gelang es der israelischen Armee, zunächst an der syrischen Front die militärische Initiative wiederzuerlangen. Sie überschritt die faktische Waffenstillstandslinie von Juni 1967 und besetzte weitere syrische Territorien. Daraufhin trat zur Unterstützung Syriens am 13. Oktober Jordanien in den Krieg ein. Nach heftigen Kämpfen besetzte Israel am 22. Oktober den Berg Hermon. Am 16. Oktober wurde die auf Sinai operierende dritte ägyptische Armee von israelischen Truppen, geführt von Ariel Scharon, eingekreist und in eine sehr komplizierte Situation gebracht.

Die am 22. Oktober veröffentlichte Resolution 338 enthielt die Aufforderung an alle Parteien, sofort die militärische Aktivitäten zu beenden, unverzüglich mit der Verwirklichung der Resolution 242 zu beginnen sowie Verhandlungen mit dem Ziel aufzunehmen, einen gerechten und dauerhaften Frieden im Nahen Osten herzustellen.

Noch am selben Tag wurde die Resolution von Ägypten, Israel und Jordanien anerkannt. Syrien stimmte der Entschließung am 24. Oktober zu.

Doch erst am 25. Oktober, nachdem die Einkreisung der dritten ägyptischen Armee durch die israelische Armee abgeschlossen worden war, schwiegen auf der Halbinsel die Waffen.