Israel und die Palästinenser

Im Mai 1948 endete das britische Mandat über Palästina. David Ben Gurion, Chaim Weizmann, Golda Meir proklamierten am 14. des Monats den Staat Israel. Die arabischen Staaten unterlagen im darauffolgenden israelisch-arabischen Krieg (1. Nahostkrieg), ca. 750.000 Palästinenser wurden aus ihren Städten und Dorfern gewaltsam in den Nachbarländern vertrieben (Die Palästinenser nennen das ALNAKBA: die Katastrophe). Der Grundbesitz der Die Flüchtlinge wurde an jüdische Siedler vergeben.

1964 wurde die PLO: Organisation zur Befreiung Palästinas (Palestine Liberation Organization) ins Leben gerufen. Nach dem Sechstagekrieg 1967  (Der 6-Tage-Krieg) okkupiert Israel das Westbank, Ostjerusalem, den Gazastreifen, die Sinaihalbinsel und die syrischen Golanhöhen.

Am 22.Noveber 1967 beschließt der UN-Sicherheitsrat die Resolution 242, die von Israel den Rückzug aus allen besetzten Gebieten fordert.

Nach dem Krieg begann Israel in den besetzten Gebieten, vor allem in der Westbank, mit der Errichtung von jüdischen Siedlungen. Trotz der Verurteilung des Siedlungskonzeptes durch die Vereinten Nationen hielt Israel daran fest.

Nach dem Oktoberkrieg 1973 (Der 4.Nahostkrieg) wurden auf der Genfer Nahostkonferenz (1973-74) Truppenentflechtungsabkommen zwischen Israel und Syrien sowie zwischen Israel und Ägypten vereinbart.

1974 sprachen die Vereinten Nationen den Palästinensern das Recht auf nationale Unabhängigkeit und Souveränität zu und gewährten der PLO einen ständigen Beobachterposten.

Direkte Friedensgespräche begannen, als im November 1977 der ägyptische Präsident Anwar as-Sadat nach Jerusalem reiste. Sie endeten am 26. März 1979 mit dem ägyptisch-israelischen Friedensvertrag, (Camp-David-Abkommen)

Im juni 1982 überfällt Israel die Republik Libanon, um dort die PLO zu vernichten und die Schaffung eines palästinensischen Staates zu vereiteln. Drei Monate später verlasen die PLO-Kämpfer Westbeirut. In den Flüchtlingslagern Sabra und Shatila wurde ein Massaker durchgeführt, ca. 3000 Frauen Kinder und Männer wurden ermordet.

Im Dezember 1987 begann der erste Aufstand der Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland, die Intifada (Erhebung, Volksaufstand), mit dem Ziel der Errichtung eines souveränen Staates. Erster Erfolg der Intifada war die Erklärung König Husains von Jordanien vom 31. August 1988, den Hoheitsanspruch Jordaniens auf das Westjordanland zugunsten eines unabhängigen palästinensischen Staates zurückzuziehen. Am 15. November proklamierte daraufhin der Palästinensische Nationalrat den Staat Palästina.