Raketenbeschuss nach gezielter Tötung

Als Reaktion auf gezielte Tötung eines Palästinenserführers durch Israel wurden Raketen auf israelische Ortschaften abgefeuert. Die schwersten gegenseitigen Angriffe seit Monaten hatten am Dienstag begonnen, als Israel das Haus des Islamischer-Dschihad-Anführers Baha Abu Al Ata angegriffen hatte. Dabei wurden Ata und dessen Frau ermordet. Im Verlauf des Tages wurden acht weitere Palästinenser bei israelischen Luftangriffen ermordet. Mehr als 60 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza mit.

Die Palästinenser nannten den tödlichen Angriff eine "Kriegserklärung" Israels, es seien damit "alle roten Linien überschritten" worden. Die Palästinenser kündigten in der Folge Vergeltung an. Seither wurden aus dem Gazastreifen mindestens 220 Raketen auf Israel abgefeuert. Nach Angaben der israelischen Armee wurden 90 Prozent der Raketen vom Luftabwehrsystem "Iron Dome" abgefangen.

Die aktuellen Auseinandersetzungen sind die schwersten in der Region seit Monaten. Ägypten und die Vereinten Nationen bemühen sich um eine Beruhigung der Lage und vermitteln intensiv hinter den Kulissen.