Palästinenser setzen Abkommen mit Israel aus

Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hat angekündigt, dass die palästinensische Autonomiebehörde keines der mit Israel vereinbarten Abkommen mehr umsetzt. Die Palästinenserführung habe die Entscheidung getroffen, die Abkommen mit Israel „nicht mehr anzuwenden“, sagte Abbas am Donnerstag in einer Rede in Ramallah.

Ein Komitee solle am Freitag nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA mit der Umsetzung dieser Entscheidung beginnen.

nach Angaben von WAFA sagte Abbas, man werde sich Diktaten Israels und der Anwendung grober Gewalt nicht beugen. Gleichzeitig sagte der Palästinenserpräsident, man sei weiter bereit zu einem "gerechten, umfassenden und dauerhaften Frieden".

Abbas hatte die Dringlichkeitssitzung nach der Zerstörung von Häusern in Ost-Jerusalem durch die israelische Besatzungsarmee einberufen. Die Europäische Union und das Uno-Nothilfebüro Ocha hatten den Abriss der Gebäude, die nahe der israelischen Sperranlage stehen, am Montag verurteilt. Nach EU-Angaben befindet sich der Grossteil der Häuser auf Flächen, die unter palästinensischer Verwaltung stehen. Israel begründete den Schritt mit Sicherheitserwägungen.