Maßnahmen gegen die palästinensischen Arbeitsnehmer im Libanon

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Nach einem Beschluss des libanesischen Arbeitsministeriums dürfen alle palästinensischen Arbeitnehmer ohne Arbeitserlaubnis nicht mehr arbeiten. D. h. noch mehr Berufe dürften von den Palästinensern nicht mehr ausgeübt werden. Als Bauarbeiter, Taxifahrer oder Friseur durften palästinensische Flüchtlinge im Libanon bislang arbeiten.

Insgesamt 39 Berufe dürfen Palästinenser im Libanon nicht ausüben. Laut dem libanesischen Gesetz sind selbstständige Tätigkeiten, die ein Studium beziehungsweise eine Spezialisierung erfordern, etwa in den Bereichen Medizin, Jura und Ingenieurwesen, ausgeschlossen. Nach wie vor bleibt es palästinensischen Flüchtlingen jedoch auch untersagt, Grundbesitz zu erwerben oder Eigentum zu besitzen.

In den zwölf Flüchtlingslagern im Libanon leben seit 1948 derzeit rund 425.000 Menschen, von denen die meisten beim UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) registriert sind. Sie erhalten monatliche Rationen an Lebensmitteln und andere Hilfsgüter. Die Arbeitslosigkeit in den Lagern wird auf rund 60 bis 70 Prozent geschätzt.

Das 1949 gegründete UNRWA leistet wichtige Hilfe für palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten, insbesondere in dem von Israel abgeriegelten Gazastreifen, im Westjordanland, im Libanon, in Jordanien und in Syrien.

Die Palästinenser haben die Apartheid und die diskriminierenden Gesetze, denen sie im Libanon in den letzten Jahrzehnten ausgesetzt waren, endgültig satt. Sie scheinen die anhaltende Apathie gegenüber ihrer Notlage im Libanon von der internationalen Gemeinschaft und den Medien satt zu haben.