Künstler fordern ESC-Boykott in Israel

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Mehr als 100 internationale Künstler haben zum Boykott des Eurovision Song Contest (ESC) 2019 in Israel aufgerufen. Sie werfen Israel Menschenrechtsverletzungen gegen die Palästinenser vor.

Zu den Unterzeichnern des Schreibens, das auf der Webseite der britischen Zeitung „The Guardian“ veröffentlicht wurde, zählen der Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters und der britische Filmemacher Ken Loach – beide sind als pro-palästinensische Aktivisten bekannt. Auch die Regisseure Aki Kaurismäki und Mike Leigh, die Schauspielerin Julie Christie, Sänger Helmut Lotti und der Musiker Brian Eno stehen unter dem offenen Brief auf der Liste – ebenso wie sechs israelische Künstler.

„Wir, die unterzeichnenden Künstler aus Europa und darüber hinaus, unterstützen den Appell palästinensischer Künstler, den von Israel veranstalteten Eurovision Song Contest 2019 zu boykottieren (...) Solange die Palästinenser nicht Freiheit, Gerechtigkeit und gleiche Rechte genießen können, sollte es keine Geschäfte mit dem Staat geben, der ihnen ihre Grundrechte verweigert.“

Im Brief wird die Europäische Rundfunkunion (EBU) dazu aufgerufen, das Event an ein anderes Land zu vergeben. Die EBU äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.