Israelische Besatzung stürmt Al-AKsa-Moschee

Nach dem Freitagsgebet gingen die Besatzungssoldaten auf die palästinensischen Gläubigen los auf dem Al-Haram mit der Al-Aksa in Jerusalem. Bei den Zusammenstößen wurden zudem rund 40 Palästinenser verletzt und mehr als 20 festgenommen. Anschließend wurden die Zugänge zum Al-Haram mit der Al-Aksa Moschee geschlossen, die das drittwichtigste Heiligtum für Muslime ist.

Die muslimischen Behörden „Waqf „ erklärten, Dutzende Menschen seien durch Blendgranaten verletzt worden. Auf Videobildern, die von der Waqf verbreitet wurden, ist zu sehen, wie die Polizei Tränengas einsetzte, um die Palästinenser zu vertreiben. Waqf bestätigte die Schließung des Zugangs, die israelische Polizei hingegen nicht.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kritisierte den Einsatz. Das Vorgehen Israels erhöhe die Spannungen und "zieht die Region in einen Religionskrieg, vor dem wir immer gewarnt haben".

Israel hatte den überwiegend von Arabern bewohnten Ostteil Jerusalems während des Sechs-Tage-Kriegs 1967 besetzt und später annektiert. Die internationale Gemeinschaft erkennt die Annexion Ost-Jerusalems nicht an.

Im vergangenen Sommer war es zu gewalttätigen Zusammenstößen gekommen, nachdem Israel die Zugänge zum Al-Haram mit Metalldetektoren und neuen Überwachungskameras versehen hatte. Nach heftigen Protesten, bei denen vier Palästinenser ermordet und mehrere hundert verletzt wurden, ließ Israel die Anlagen wieder abbauen. Auch Besuche von israelischen Politikern auf dem Al-Haram hatten in der Vergangenheit wiederholt gewalttätige Proteste ausgelöst.