Israel bombardiert Gazastreifen und bedroht mit Krieg

Die israelische Besatzungsarmee hat mit Kampfjets und Panzern zahlreiche Ziele im Gazastreifen bombardiert. Mindestens vier Palästinenser wurden dabei laut dem Gesundheitsministerium in Gaza ermordet und 210 verletzt.

Der UN-Nahostgesandte Nickolaj Mladenow, der sich zuletzt gemeinsam mit Ägypten intensiv um eine Beruhigung der Lage bemüht hatte, schrieb in einem dramatischen Appell bei Twitter: „Alle in Gaza müssen einen Schritt zurück vom Abgrund gehen. Nicht nächste Woche. Nicht morgen. Jetzt sofort!“ Jene, die „Palästinenser und Israelis dazu provozieren wollen, einen weiteren Krieg zu führen, dürfen keinen Erfolg haben“, schrieb Mladenow.

Israelische Medien schrieben, es handele sich um den „schlimmsten Zwischenfall seit dem Gaza-Krieg 2014“, nannten aber keine Opferzahlen.

Nach Medienberichten bombardierte die israelische Besatzung Stellung im Gazastreifen darauf hin feuerten militante Palästinenser mehrere Raketen und Mörsergranaten auf israelisches Gebiet.

Am Freitag war es entlang der Gaza-Grenze erneut zu Demonstrationen gekommen. Nach Angaben von Sanitätern wurden mehre als 120 Palästinenser durch Schüsse israelischer Besatzungssoldaten verletzt.

Seit Ende März sind bei teilweise gewaltsamen Protesten nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza 147 Palästinenser von israelischen Besatzungssoldaten ermordet und Tausende verletzt worden.

Die Palästinenser fordern ein Ende der vor mehr als zehn Jahren verhängten Gaza-Blockade und ein Rückkehrrecht in ihre Heimatgebiete. Sie beziehen sich dabei auf Vertreibung Hunderttausender im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948.