Scharfe Kritik nach Tod eines palästinensischen Journalisten

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Nach der Ermordung eines palästinensischen Journalisten bei Massenprotesten an der Gaza-Grenze mehren sich die Forderungen nach einer unabhängigen Untersuchung des Vorfalls. Der 30-jährige palästinensische Fotojournalist Jassir Murtaja war am Freitag letzte Woche bei der Berichterstattung über den Marsch der Rückkehr tödlich verletzt worden. Acht Journalisten erlitten nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums Verletzungen.

Reporter ohne Grenzen verurteilte eine unverhältnismäßige Anwendung von Gewalt durch die israelischen Truppen. Die Organisation forderte eine unabhängige Untersuchung dieses Verbrechens gegen die Pressefreiheit. Auch der israelische und der palästinensische Journalistenverband sowie der Auslandspresseverband in Israel forderten eine Prüfung der Umstände von Murtajas Tod.

Nach Angaben des palästinensischen Journalistenverbands trug Murtaja eine Schutzweste mit der Aufschrift «Press» (Presse) und einen Helm, als er eine tödliche Schussverletzung erlitt. Der Vater eines kleinen Kindes betrieb ein Medienunternehmen in Gaza.