Marsch der Rückkehr: Besatzungssoldaten ermorden mindestens zehn Palästinenser - mehr als 1000 Verletzte

Tausende Palästinenser protestieren den zweiten Freitag in Folge. Sie setzen entlang der Grenze zu Gazastreifen Autoreifen in Brand, um Scharfschützen der israelischen Besatzung die Sicht zu versperren. Dabei wurden neun Palästinenser ermordet.

Mehr als eintausend Menschen seien verletzt worden, rund dreihundert von ihnen hätten Schussverletzungen erlitten, viele andere klagten über Beschwerden nach dem Einsatz von Tränengas. Auch Frauen und Kinder seien verletzt worden.

Am späten Abend berichteten mehrere Medien übereinstimmend, die Zahl der ermordeten Palästinenser sei inzwischen auf neun angestiegen; sie verwiesen auf eine entsprechende Aussage des palästinensischen UN-Botschafters bei den Vereinten Nationen, Riyad Mansour.

Insgesamt sollen die Demonstrationen bis Mitte Mai andauern. Anlass ist der 70. Jahrestag der NAKBA. Die Palästinenser erinnern mit den Protesten an ihre damalige Vertreibung und pochen auf ein "Recht auf Rückkehr". Israel lehnt dies ab.