Anzahl der Todesopfer steigt

Ein 29-jähriger Palästinenser ist seinen Schussverletzungen erlegen, wie das Gesundheitsministerium in Gaza am Montag mitteilt. Damit steigt die Zahl der am Freitag bei Massenprotesten an der Grenze des Gazastreifens getöteten Palästinenser auf 18.

Die Palästinenser waren beim "Marsch der Rückkehr" von israelischen Besatzungssoldaten ermordet worden. In palästinensischen Krankenhäusern waren nach den Protesten bereits 15 Leichen identifiziert worden. In Israel befänden sich die Leichen von zwei Palästinensern, hatte Israel am Sonntag mitgeteilt.

Zehntausende Palästinenser waren am Freitag an die Grenze zu Israel gekommen. Sie forderten am „Tag des Bodens“ im gemäß der Vereinten Nationen von Israel besetzten Gazastreifen ein „Recht auf Rückkehr“ in jene Dörfer und Städte, aus denen ihre Familien bei der Gründung Israels 1948 geflüchtet oder vertrieben worden waren. Israel lehnt eine Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge ab.

Das Gesundheitsministerium gab die Zahl der Verletzten mit 1.400 an. Demnach wurden 757 Menschen von scharfer Munition, die übrigen von Gummigeschossen und Tränengas getroffen.