Palästinenser beim Eindringen der Besatzungsarmee in Jenin ermordet

Soldaten der israelischen Besatzung haben im Westjordanland einen Palästinenser ermordet. Die Einheiten der Besatzungsarmee drangen am Mittwochabend in die Stadt in Jenin im Norden des Westjordanlands ein. Daraufhin kam es dort zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die am Donnerstag in der Früh noch andauerten. Palästinenser warfen Brandsätze und Steine und schossen auch auf die Einsatzkräfte, wie die Besatzungsarmee mitteilte. Um die Ausschreitungen zu stoppen, hätten die Besatzungssoldaten mit scharfer Munition geschossen.

Das palästinensische Gesundheitsministerium bestätigte den Tod des 22 Jahre alten Palästinensers. Nach Angaben von Augenzeugen wurden bei dem Einsatz auch drei Häuser zerstört. Der israelischen Besatzungsarmee zufolge wurden bei den Zusammenstößen zwei Soldaten der israelischen Besatzungsarmee verletzt, einer von ihnen schwer. Mindestens zwei Palästinenser wurden laut Augenzeugen festgenommen.

Im besetzten Westjordanland leben rund 600.000 Israelis in Siedlungen. Die UNO betrachtet die Siedlungen als illegal und als großes Hindernis im Nahost-Friedensprozess. Die Gewalt hat zuletzt zugenommen, nachdem US-Präsident Donald Trump Anfang Dezember die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die Vereinigten Staaten erklärt hatte.