Israel provoziert mit Siedlungsausbau

Inmitten der Krise um die von den USA vollzogene Anerkennung Jerusalems als "Hauptstadt Israels" plant Israel laut Medienberichten einen massiven Siedlungsausbau im 1967 besetzten Westjordanland.

Das Bautenministerium habe einen Entwurf für drei neue Siedlungen für 10.000 Menschen dort vorgelegt, heißt es. Zudem sollten bestehende Siedlungen vergrößert werden.

Zur Zeit gibt es, wie die Zeitung „Ha'aretz“ berichtet, allerdings noch keine Genehmigungen für den Bau und auch noch kein Budget dafür. Die Lage im Nahen Osten ist besonders brisant, nachdem US-Präsident Donald Trump Anfang Dezember Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt hat. Weltweit wird das sonst abgelehnt.

Im Westjordanland und Ostjerusalem leben heute schon mehr als 600.000 israelische Siedler. Die Palästinenser wollen dort einen Staat mit Ostjerusalem als Hauptstadt.