Palästinenser lehnen alle israelischen Beschränkungen in Al-Aksa ab

Die israelische Besatzung hat erneut den Zugang für Muslime zum Al-Haram Al-Sharim beschränkt. Nur Männer über 50 und Frauen dürften heute die heilige Stätte betreten, teilte die die Besatzungspolizei mit. Diese Lehnen die Palästinenser ab. Rund 10 000 Menschen kamen nach Schätzungen der Wakf-Behörde auf den Al-Haram. Nach den Mittagsgebeten blieb es zunächst ruhig in Jerusalem. Später wurden bei einem Vorfall im arabisch geprägten Ostteil der Stadt einige Palästinenser verletzt. Sie atmeten Tränengas der israelischen Besatzungssoldaten ein.

Am Nachmittag erschossen israelische Besatzungssoldaten einen Palästinenser südwestlich von Bethlehem. Am Rande des Gazastreifens wurde nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums ein Jugendlicher von Schüssen israelischer Besatzungssoldaten ermordet. Bei den Konfrontationen seien zudem sechs Palästinenser verletzt worden.

Die Palästinenser lehnen jegliche Kontrollen am Al-Haram ab und werfen Israel vor, es wolle schrittweise mehr Einfluss über die Anlage erlangen. Der Al-Haram mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam.