Israel spielt weiter mit dem Feuer und installiert hochauflösender Kameras

Nach den Auseindersetzungen in den Letzten Tagen hat die israelische Besatzung die umstrittenen Metalldetektoren an Zugängen zum Al-Haram Al-Sharif (Edles Heiligtum) in Jerusalem wieder entfernt. Polizisten der Besatzung hätten die Tore im Verlauf der Nacht zum Dienstag abgebaut.

Israelische Medien berichteten, auch neu angebrachte Überwachungskameras an Eingängen zum Al-Haram seien abmontiert worden. Stattdessen sollten künftig andere hochmoderne Überwachungsmethoden eingesetzt werden, teilte die Regierung mit. Laut Medienberichten soll es sich unter anderem um Kameras zur Gesichtserkennung handeln. Israels Sicherheitskabinett entschied, dafür bis zu rund 24 Millionen Euro in den kommenden sechs Monaten bereitzustellen.

Die für den Al-Haram Al-Sharif zuständige Waqf-Behörde werde überprüfen, ob die Sicherheitsmaßnahmen innerhalb und außerhalb der Stätte tatsächlich abgebaut worden seien, teilte das Gremium am Dienstag mit. Anschließend werde die Waqf einen Bericht vorlegen. Danach wolle man neu entscheiden, ob der Boykott beendet werden könne. Die Wakf ist Teil des Gremiums.

Nach einer Kabinettssitzung am Morgen gab die Palästinensische Autonomiebehörde eine Stellungnahme ab. "Wir lehnen alle Maßnahmen ab, die durch die israelische Besatzungsmacht gegen christliche und muslimische heilige Stätten verhängt wurden, und fordern die Rückkehr zu der Situation, die vor dem 14. Juli existierte", hieß es darin. Am Freitag hatte Abbas aufgrund der blutigen Unruhen jegliche Beziehungen zu Israel abgebrochen.

Die Palästinenser lehnen jegliche Änderung des Status quo an der heiligen Stätte ab, das heißt, sie beharren auf einen freien Zugang zu ihren Gebetsstätten auf dem Al-Haram Al-Sharif ohne zusätzliche Kontrollen und Überwachung.