Die schlimmste Aggression seit der Besetzung Jerusalems

Metalldetektoren an den Zugängen zum Al-Haram Al-Sharif (das edle Heiligtum) sollen künftig die Sicherheit an der Heiligen Stätte in der Jerusalemer Altstadt erhöhen. Ferner sollen außerhalb vom Al-Haram Kameras angebracht werden, die "fast vollständige Kontrolle darüber geben, was dort vor sich geht".

Netanjahu kündigte weiter an, den Al-Haram am Sonntag schrittweise und unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen wieder zu öffnen. Nach Angaben der israelischen Besatzung wurden zwei der insgesamt acht Zugänge zum Al-Aksa-Moschee wieder geöffnet.

Israel hatte das Areal um die Al-Aksa-Moschee und den Felsendom am Freitagmorgen evakuiert und seither für Besucher geschlossen, nachdem drei arabisch-israelische Angreifer zwei israelische Polizisten erschossen und einen weiteren verletzt hatten. Erstmals seit Jahrzehnten wurden zudem die muslimischen Freitagsgebete auf dem Al-Haram untersagt.

An den Zugängen forderten Frauen unter Tränen die Menschen auf, das Gelände nicht zu betreten. Der jordanische Wakf-Rat, der die islamischen Stätten auf dem Al-Haram verwaltet, verurteilte die zweitägige Sperrung. Dies sei die schlimmste Aggression seit der Besetzung Jerusalems durch Israel im Jahr 1967 gewesen, erklärte Wakf-Direktor Abdel Asim Salhab.

Aus Protest gegen die neuen Metalldetektoren fanden am Sonntag die Mittagsgebete nicht in der Al-Aksa-Moschee, sondern außerhalb des Geländes statt. „Wir lehnen die von der Regierung der israelischen Besatzung auferlegten Änderungen ab“, erklärte der Leiter der Al-Aksa-Moschee, Scheich Omar Kiswani.