Hungerstreik dauert an

Mehr als 33 Tage nach Beginn des Hungerstreiks in den Gefängnissen der israelischen Besatzung wächst die Sorge um die Gesundheit von rund 1500 palästinensischen Häftlingen. Israel habe die Hungerstreikenden in Gefängnisse in der Nähe medizinischer Einrichtungen verlegt, sagte der palästinensische Häftlingsbeauftragte Issa Karake.

Die Gefangenen verweigern seit dem 17. April aus Protest gegen ihre Bedingungen in israelischer Haft die Nahrungsaufnahme. Der Hungerstreik wurde von dem palästinensischen Politiker Marwan Barguti geführt.

Die Palästinenser protestieren mit dem Hungerstreik unter anderem gegen die sogenannte Administrativhaft. Dabei werden die Betroffenen für Zeiträume von jeweils sechs Monaten, die beliebig oft verlängert werden können, ohne Anklage "aus Sicherheitsgründen" festgehalten. Nach Angaben der Gefangenenorganisation Addameer sitzen insgesamt rund 6300 Palästinenser in Haft. In den vergangenen Tagen ist es vermehrt zu gewaltsamen Konfrontationen bei Solidaritätsdemonstrationen gekommen, dabei wurden zwei Palästinenser von den israelischen Besatzungssoldaten ermordet.