Nahost-Konferenz fordert neue Verhandlungen über Zwei-Staaten-Lösung

Mit einem Appell zu neuen Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern ist eine internationale Nahost-Konferenz in Paris zu Ende gegangen. Die Teilnehmer riefen die Konfliktparteien am Sonntag auf, einseitige Schritte zu unterlassen, die das Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung untergraben könnten.

In der Abschlusserklärung wurden Israelis und Palästinenser aufgefordert, wieder direkte Verhandlungen aufzunehmen. "Eine Verhandlungslösung mit zwei Staaten, Israel und Palästina, die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben, ist der einzige Weg zu dauerhaftem Frieden", hieß es in dem Appell.

Beide Seiten müssten deswegen von "einseitigen Schritten" Abstand nehmen, unter anderem mit Blick auf den Status von Jerusalem, Grenzen und Sicherheit, heißt es in der Abschlusserklärung. Die Teilnehmer der Konferenz kritisierten den anhaltenden israelischen Siedlungsbau in den besetzten Palästinensergebieten, aber auch Attacken von Palästinensern gegen Israel.

Israel erklärte anschließend, der Frieden sei in weite Ferne gerückt. Großbritannien äußerte "große Vorbehalte" gegenüber der Konferenz, weil die Konfliktparteien selbst nicht teilnahmen.

Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault sagte zum Abschluss der Konferenz, diese sei eine "ausgestreckte Hand" an die beiden Konfliktparteien. Israel und Palästinenser sollten wieder den "Weg des Dialogs und der Verhandlungen" einschlagen.

Israel befürchtet ein internationales Diktat von Friedensbedingungen, die Palästinenser haben die Initiative dagegen begrüßt.