Netanjahu will keine Landkarte vorlegen

Aussenminister John Kerry sagte in Tel Aviv, er sei mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Palästina-Präsident Mahmud Abbas übereingekommen, gemeinsam neue Anstrengungen dafür zu unternehmen. Damit würde Abbas jedoch auf ein Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge und deren Nachfahren in ihre frühere Heimat im heutigen Israel verzichten.

Netanjahu äussert sich diplomatisch und hofft auf Verhandlungen „in nicht so ferner Zukunft“. Er fordert, die Palästinenser müssten Israel als jüdischen Staat akzeptieren.

Die palästinensische Führung hatte dagegen schon klargestellt, dass Israel dafür grösseres Entgegenkommen zeigen müsse, als das bisher der Fall war. So verlangt Abbas neben einem Baustopp in den Siedlungen von Netanjahu eine Landkarte, die die Grenzen des künftigen Palästinenserstaats zeigt. Die israelische Regierung lehnt das ab und will die Grenzen erst in den Verhandlungen festlegen. Zudem hat nach Abbas’ Worten die Freilassung palästinensischer Gefangener „höchste Priorität“.