Palästina plant Konferenz zur medizinische Versorgung in Israels Haftanstalten

Palästinensische Behörden planen eine internationale Konferenz, um Israewls gezielte Vernachlässigung der medizinischen Versorgung von palästinensischen Häftlingen, so der Minister für Gefangenenangelegenheiten am Montag.

Issa Qaraqe erklärte, dass die Konferenz in Zusammenarbeit von örtlichen und internationalen Menschenrechtsorganisationen organisiert wird.

Der Tod eines Krebskranken Palästinenser in israelischer Haft entzündete Proteste in den Haftanstalten und im ganzen besetzten Palästina. Immer wieder wurde der berechtigte Vorwurf erhoben, dass die Gefängnisärzte die medizinische Betreuung und Versorgung palästinensischer Gefangener vernachlässigen, selbst bis zu deren Tod.

Qaraqe meinte, dass die Konferenz während eines Besuchs bei der Familie von Nahid al-Aqra im al-Amari Flüchtlingslager stattfinden könne.

Al-Aqra wurde zu 3x lebenslänglich verurteilt und liegt derzeit im Ramle-Gefängnishospital. Sein rechtes Bein wurde nach einer Schußverletzung amputiert. Die Schußverletzung im linken Bein führten nun ebenfalls zur Amputation, da die Ärzte seit 2000 jede nötige Behandlung der Verletzung „vernachlässigten“ – so der Minister. Ihm werden aktuell nur Schmerzmittel verabreicht, fügte der Minister hinzu.

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