Fayyad hat seinen Rücktritt angeboten

Der palästinensische Ministerpräsident Salam Fayyad, hat aufgrund einer zunehmend seinen Rücktritt angeboten, berichtet die Agentur Maan am Donnerstag. Es ist noch nicht klar ob Abbas Fayyads Rücktritt akzeptieren wird. Fayyad genießt großes Ansehen in der internationalen Gemeinschaft, besonders in den USA.

Die Beziehung zwischen Fayyad und Abbas ist seit einiger Zeit angespannt und Fayyad sagte Abbas bereits Ende letzten Jahres, dass er aufhören wollte. Abbas hatte Fayyad wiederholt gebeten, mit einem solchen Schritt zu warten. Aber der Konflikt zwischen den beiden eskalierte letzten Monat durch den Rücktritt von Fayyads Finanzminister, Nabil Kassis. Fayyad akzeptierte den Rücktritt, aber Abbas wies ihn darauf hin, dass es ausschließlich sein Recht wäre, über die Entlassungen von Ministern zu bestimmen.

Fajad ist seit 2007 Ministerpräsident und gilt als einer der wichtigsten Ansprechpartner des Westens bei den Palästinensern.

Israel verhindert Warenlieferungen in den Gazastreifen

Am Mittwoch verhinderten Israels Grenzwächter die Einfahrt von rund 1000 LKW.  Israelische Besatzungsbehörden schlossen den Übergang Karem Abu Salem, Gazas einziger Übergang für den Warenverkehr im Süden des Freiluft-KZ.

Das Komitee des Gazastreifens teilte mit, dass die Lastwagen Waren für die Landwirtschaft und den Handel geladen hatten – auch Güter des UNO-Hilfswerks UNRWA und Baumaterial für internationale Projekte sowie Kochgasflaschen.

Weiter heißt es in der Verlautbarung, dass Israels Maßnahmen große Schäden nicht nur für die Händler im Gazastreifen bedeuten. Seit Anfang 2013 wurde dieser Übergang schon 43 mal unter verschiedensten Gründen geschlossen.

Siedler überfallen wieder palästinensische Landwirtschaften

Am heutigen Mittwoch zerstörten jüdische Siedler Olivenbäume und Schutzmauern vor dem Ort Haloul – nördlich von Hebron. So der Grundeigentümer.

Eine Gruppe Siedler aus der illegal auf palästinensischem Boden errichteten zionistischen Siedlung Karmei Tzur, drangen auf das Land vor und fällten mehrere 40-jährige Olivenbäume und zerstörte die schützenden Natursteinmauern um das Gelände.

Ma’an wurde berichtet, dass der betroffene Besitzer des Olivenhains seit langer Zeit immer wieder Anzeigen über Siedlerangriffe auf landwirtschaftlich genutztes Land erstattete, die auch angenommen wurden. Der Erfolg: Er darf sein Land jetzt nur noch nach vorheriger Absprache mit der zuständigen israelischen Seite betreten!

Währenddessen betraten Siedler des Außenpostens Bait Yasha in Hebron das Land von Abu Haikal und bearbeiteten den Grund als ob es ihr eigener wäre. Ein Wasseranschluß zur Bewässerung wurde zur benachbarten jüdischen Siedlung verlegt. Gleichzeitig wurden Gemüsepflanzen angesät.

Der Besitzer erzählte, dass sie seit 10 Jahren immer wieder von Siedlerbanden heimgesucht wurden.

Wiederholt bat er örtliche und internationale Organisationen um Hilfe, diese Angriffe zu beenden, die doch nur die Bewohner zum Verlassen ihres Landes zwecks Siedlungsvergrößerungen drängen sollen.

Israel verschleppt wieder 22 Palästinenser

Am gestrigen Dienstagabend verschleppten Israels Besatzungssoldaten 22 Personen in der Westbank.

Eine Armeesprecherin teilte mit, dass 10 Palästinenser in Qalqiliya, 3 in Hebron, 3 in Nablus, 2 in Ramallah, 2 in al-Arrub und 2 in Jenin  verhaftet worden sind. Die Männer seinen wegen „Sicherheitsfragen“ verhaftet worden! Fügte sie hinzu.

Rund 40% aller Palästinenser (Männer) wurden seit Beginn der Besatzung im Jahre 1967 irgendwann einmal in ihren Leben verhaftet und eingesperrt. 

4.812 Palästinenser sind zurzeit in Israels Gefängnissen eingesperrt, darunter 178 Administrativhäftlinge (Vorbeugehaft), 219 Kinder und 12 Frauen – so die Anwaltshilfsorganisation Addameer.

Arzt: Samer Issawis ist im Lebensgefahr

Samer Issawi, der sich seit 262 Tagen im Hungerstreik befindet, könnte jeden Moment sterben. So die Erklärung seines Arztes. Nach dessen Untersuchung von Issawi am Sonntag, berichtete er, dass der Herzschlag auf 30 Schläge in der Minute gefallen sei. Viel zu gering, um eine notwendige Versorgung der Organe mit Sauerstoff zu sichern. Es bestehe ebenfalls die unmittelbare Gefahr, dass wegen der Unterversorgung des Hirns eine dauerhafte Schädigung eintreten kann.

Die Schwester, Shireen Issawi, die als Anwältin arbeitet, berichtete letzten Monat, dass die israelische Regierung einen Handel mit ihrem Bruder beabsichtigt und ihn in den Gazastreifen als „Exil“ freizulassen. Ihr Bruder wies diesen Vorschlag aber zurück.