Israelische Siedler fällen wieder Dutzende Bäume in Beit Ummar

Am heutigen Donnerstag fällten jüdische Siedler wieder Dutzende von Bäumen bei Beit Ummar nördlich von Hebron.

Augenzeigen berichteten, dass den jüdischen Wandalen 47 Olivenbäume und 55 Rebstöcke auf dem Land eines 78-jährigen Palästinenser zum Opfer fielen.

Während der erneuten Orgie der Verwüstung griffen diese Auserwählten auch den alten Herrn an, der gerade mit der Baumpflege beschäftigt war, und drohten, ihn umzubringen. Zum Abschluss ihres Angriffs beschmierten sie Feldsteine mit ihren rassistischen Losungen.

Das ist der Fünfte Angriff auf den Besitzer, eindeutig mit der Absicht, ihn zu terrorisieren und so zum „freiwilligen“ Verlassen seines angestammten Landes zu bewegen.

Besatzer verhafteten einen behinderten ehemaligen Häftling

Heute verhafteten Besatzungssoldaten den 32-jährigen - gerade erst entlassenen – behinderten Motaz Abedu aus Hebron – so teilte sein Vater dem Korrespondenten von WAFA mit.

Dieser berichtete, dass eine starke Militäreinheit den Laden der Familie umstellte, den Sohn entkleideten und ihn in der kalten Luft stehen ließen, bevor sie ihn verhafteten. Da auch Gewehrschüsse in der Gruppe Besatzungssoldaten zu hören waren, befürchtet nun der Vater, dass auf seinen Sohn – wegen möglicher Bedrohung für die schwer bewaffneten Besatzer – geschossen wurde. Nachdem die Truppe mit ihrem Gefangenen  abgefahren war, wurde Blut an der Stelle gefunden.

Abedu, der Vater von 3 Kindern, wurde schon des Öfteren verhaftet – immer unter dem Titel ADMINISTRATIVHAFT – insgesamt verbrachte er so über 2 Jahre in Israels Gefängnissen, immer ohne Anklage und Urteil.

Israel verhaftete ein Kind mit US-Staatsbürgerschaft

Israels Militär verhaftete vergangenen Freitag ein 14-jähriges palästinensisches Kind mit Palästinensischer und US-Staatsbürgerschaft, teilten Menschenrechtsgruppen am heutigen Donnerstag mit und wiesen auf die Misshandlungen von Kindern in Israels Haftanstalten hin.

In einer gemeinsamen Stellungnahme der Anwaltsorganisation Addameer und der Internationalen Kinderschutzorganisation - Sektion Palästina gaben beide Gruppen ihrer ernsten Sorge über den Umgang mit palästinensischen Kindern in Israels Gefängnissen Ausdruck. Umgangsformen und Mißhandlungen, die auch dem Jungen, der als Muhammad K. aus der Westbankstadt Silwad identifiziert wurde drohen.

Netanjahu lehnt Vorleistungen strikt ab

Der amerikanische Außenminister John Kerry ist mit seinen Vorschlägen zur Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses Medienberichten zufolge bei Israelis und Palästinensern auf Ablehnung gestoßen.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu habe Vorleistungen oder Gesten des guten Willens wie die Freilassung palästinensischer Häftlinge oder die Abtretung weiterer Gebiete im Westjordanland an die palästinensische Verwaltung strikt abgelehnt, berichtete die Zeitung „Jediot Achronot“ am Donnerstag unter Berufung auf ungenannte Regierungsvertreter in Jerusalem.

„Wir werden auf keine Forderung eingehen, deren Ziel nur darin besteht, die Palästinenser zu beschwichtigen und an den Verhandlungstisch zurückzubringen“, zitierte die Zeitung den Regierungsvertreter.

Inakzeptabel sei auch eine von Kerry angeregte anfängliche Beschränkung der Gespräche auf Fragen des Grenzverlaufs und der Sicherheit. Alle wichtigen Fragen müssten zugleich besprochen werden.

Kerry hatte sich zum Abschluss seiner Nahost-Reise am Dienstag recht optimistisch geäußert. Nach „sehr konstruktiven Gesprächen“ sprach er von „Fortschritten“. Alle Beteiligten hätten nun aber eine Reihe von „Hausaufgaben“ zu erledigen. Vor allem nannte er wirtschaftliche Initiativen zur Verbesserung des Umfelds möglicher Verhandlungen.

Palästinenser: Kerrys Vorschläge sind unzureichend

Palästinensische Politiker in Ramallah betonten Medienberichten zufolge, die von Kerry vorgeschlagenen wirtschaftlichen Initiativen und andere mögliche Gesten der Israelis würden es den Palästinensern nicht erlauben, die seit 2010 ausgesetzten Gespräche mit Israel wieder aufzunehmen. Israel müsse zuvor die Grenzen von 1967 als Basis von Gesprächen anerkennen und Häftlinge freilassen.

Als Teil seiner Bemühungen um die Wiederbelebung der Friedensgespräche hofft US-Außenminister John Kerry, die Zustimmung Israels für palästinensische Wirtschaftsprojekte im Westjordanland zu gewinnen.