Israel verweigert Marokkanische Parlamentarier die Einreise

Am gestrigen Montag verweigerten israelische Behörden 2 marokkanischen Parlamentsmitgliedern, die von mehreren EU-Abgeordneten begleitet wurden, das Betreten der Westbank, um dort palästinensische Vertreter zu treffen, so einer der Abgeordneten.

„Die israelischen Behördenvertreter verweigerten uns das Betreten der Westbank ohne uns irgendeinen Grund für dieses Verhalten anzugeben!“ so Mehdi Bensaid gegenüber AFP.

„Ich verstehe Israels Entscheidung nicht, denn das ist eine Brüskierung des marokkanischen Parlaments und des ganzen Volkes. Ich protestiere gegen solches Vorgehen!“

Die 2 Abgeordneten sind Teil einer Delegation von Parlamentariern des Europarates. Marokko gehört der Unterorganisation für den Mittleren Osten PACE als „Partner für Demokratie“ an.

Bensaid und Chakkaf erklärten, dass sie auf der Allenby-Brücke über den Jordan, die die Westbank mit Jordanien verbindet, während des gesamten EU-Besuches eine Protestaktion abhalten wollen. Das Treffen endet heute Nachmittag.

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Issawis Familie schreibt einen Brief an die EU

Die Familie des im Hungerstreik stehenden  Samer Issawi übergab am Montag einen Brief an EU-Vertreter in Ostjerusalem, in dem seine Freilassung aus israelischer Haft gefordert wird – so der ehemalige Minister für Angelegenheiten Jerusalems Hatim Abdul-Qatdr gegenüber Ma’an.

Verschiedene Repräsentanten palästinensischer Parteien begleiteten die Familie bei der Übergabe des Briefes.

In dem Anschreiben wurde auch die indifferente Haltung der EU beklagt, die den Häftlingen im Hungerstreik keine Unterstützung ist.

Es wird erwartet, dass Israel in den nächsten 48 Stunden auf diesen Brief antwortet, so der EU-Vertreter. Dieser fügte hinzu, dass die EU-Außenamtschefin Catherine Ashton Israel kontaktiert habe, um eine Entscheidung in der Sache Issawi eine Entscheidung zu erreichen.

 

Das palästinensische Ministerium für Gefangenenangelegenheiten erklärte am Montag, dass Issawi ab sofort jede Anhörung vor israelischen Gerichten boykottieren wird. Die nächste Anhörung soll, nach Mitteilung der Ofer-Militärhaftanstalt, am 9.Mai stattfinden.

Issawi nimmt zur Zeit nur noch Zucker in Wasser gelöst zu sich und sein Puls sank auf 30 Schläge in der Minute, so sein Anwalt Jawad Bulous am vergangenen Sonntag.

Seit dem 27.Februar befindet sich Issawi im Kaplan-Medic-Center, weil er seinen Hungerstreik bis zur Freilassung fortsetzen wird.

Issawi war im Oktober 2011 während des Gefangenenaustausches freigekommen und 7.Juli 2012 wieder verhaftet worden. Angeblich habe er seine Amnestie-Auflagen verletzt, indem er  seinen Wohnsitz wieder in Jerusalem aufgesucht hatte. Nun wird versucht, Issawis Amnestie zu widerrufen und seinen früheren Status als Häftling wieder herzustellen.

 

Palästina plant Konferenz zur medizinische Versorgung in Israels Haftanstalten

Palästinensische Behörden planen eine internationale Konferenz, um Israewls gezielte Vernachlässigung der medizinischen Versorgung von palästinensischen Häftlingen, so der Minister für Gefangenenangelegenheiten am Montag.

Issa Qaraqe erklärte, dass die Konferenz in Zusammenarbeit von örtlichen und internationalen Menschenrechtsorganisationen organisiert wird.

Der Tod eines Krebskranken Palästinenser in israelischer Haft entzündete Proteste in den Haftanstalten und im ganzen besetzten Palästina. Immer wieder wurde der berechtigte Vorwurf erhoben, dass die Gefängnisärzte die medizinische Betreuung und Versorgung palästinensischer Gefangener vernachlässigen, selbst bis zu deren Tod.

Qaraqe meinte, dass die Konferenz während eines Besuchs bei der Familie von Nahid al-Aqra im al-Amari Flüchtlingslager stattfinden könne.

Al-Aqra wurde zu 3x lebenslänglich verurteilt und liegt derzeit im Ramle-Gefängnishospital. Sein rechtes Bein wurde nach einer Schußverletzung amputiert. Die Schußverletzung im linken Bein führten nun ebenfalls zur Amputation, da die Ärzte seit 2000 jede nötige Behandlung der Verletzung „vernachlässigten“ – so der Minister. Ihm werden aktuell nur Schmerzmittel verabreicht, fügte der Minister hinzu.

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Israelisches Militär überfällt Dörfer im Norden der Westbank

3 Dörfer im Norden der Westbank wurden am gestrigen Montag von israelischen Besatzungstruppen überfallen.

3 israelische Patrouillen drangen bei Jenin in den Ort Jalboun ein. Sie fotografierten die dort befindliche archäologische Grabungsstätte aus der Römerzeit – so Beobachter gegenüber Ma’an. Desgleichen geschah im Ort Raba bei Jenin.

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Israel entlässt nach 27 Jahren einen Häftling aus dem Gazastreifen

Gestern entließ Israel nach 27 Jahren einen Häftling aus dem Gazastreifen.

Ibrahim Baroud kehrte noch vor der Schließung des Grenzübergangs Erewz durch Israel in den Gazastreifen zurück.

Baroud hatte seine volle Haftzeit abgesessen. Er war 1986 wegen Zugehörigkeit zur Gruppe Islamischer Jihad eingesperrt worden. 7 Jahre davon in Einzelhaft.

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