Siedler überfallen wieder palästinensische Landwirtschaften

Am heutigen Mittwoch zerstörten jüdische Siedler Olivenbäume und Schutzmauern vor dem Ort Haloul – nördlich von Hebron. So der Grundeigentümer.

Eine Gruppe Siedler aus der illegal auf palästinensischem Boden errichteten zionistischen Siedlung Karmei Tzur, drangen auf das Land vor und fällten mehrere 40-jährige Olivenbäume und zerstörte die schützenden Natursteinmauern um das Gelände.

Ma’an wurde berichtet, dass der betroffene Besitzer des Olivenhains seit langer Zeit immer wieder Anzeigen über Siedlerangriffe auf landwirtschaftlich genutztes Land erstattete, die auch angenommen wurden. Der Erfolg: Er darf sein Land jetzt nur noch nach vorheriger Absprache mit der zuständigen israelischen Seite betreten!

Währenddessen betraten Siedler des Außenpostens Bait Yasha in Hebron das Land von Abu Haikal und bearbeiteten den Grund als ob es ihr eigener wäre. Ein Wasseranschluß zur Bewässerung wurde zur benachbarten jüdischen Siedlung verlegt. Gleichzeitig wurden Gemüsepflanzen angesät.

Der Besitzer erzählte, dass sie seit 10 Jahren immer wieder von Siedlerbanden heimgesucht wurden.

Wiederholt bat er örtliche und internationale Organisationen um Hilfe, diese Angriffe zu beenden, die doch nur die Bewohner zum Verlassen ihres Landes zwecks Siedlungsvergrößerungen drängen sollen.

Israel verschleppt wieder 22 Palästinenser

Am gestrigen Dienstagabend verschleppten Israels Besatzungssoldaten 22 Personen in der Westbank.

Eine Armeesprecherin teilte mit, dass 10 Palästinenser in Qalqiliya, 3 in Hebron, 3 in Nablus, 2 in Ramallah, 2 in al-Arrub und 2 in Jenin  verhaftet worden sind. Die Männer seinen wegen „Sicherheitsfragen“ verhaftet worden! Fügte sie hinzu.

Rund 40% aller Palästinenser (Männer) wurden seit Beginn der Besatzung im Jahre 1967 irgendwann einmal in ihren Leben verhaftet und eingesperrt. 

4.812 Palästinenser sind zurzeit in Israels Gefängnissen eingesperrt, darunter 178 Administrativhäftlinge (Vorbeugehaft), 219 Kinder und 12 Frauen – so die Anwaltshilfsorganisation Addameer.

Arzt: Samer Issawis ist im Lebensgefahr

Samer Issawi, der sich seit 262 Tagen im Hungerstreik befindet, könnte jeden Moment sterben. So die Erklärung seines Arztes. Nach dessen Untersuchung von Issawi am Sonntag, berichtete er, dass der Herzschlag auf 30 Schläge in der Minute gefallen sei. Viel zu gering, um eine notwendige Versorgung der Organe mit Sauerstoff zu sichern. Es bestehe ebenfalls die unmittelbare Gefahr, dass wegen der Unterversorgung des Hirns eine dauerhafte Schädigung eintreten kann.

Die Schwester, Shireen Issawi, die als Anwältin arbeitet, berichtete letzten Monat, dass die israelische Regierung einen Handel mit ihrem Bruder beabsichtigt und ihn in den Gazastreifen als „Exil“ freizulassen. Ihr Bruder wies diesen Vorschlag aber zurück.

Israel verhaftet einen im letzten Jahr entlassenen Hungerstreikenden Häftling

Besatzungssoldaten verhafteten am frühen Mittwochmorgen in Ramallah, den im vergangenen Jahr entlassenen Gefangenen Taher Halahla. Die Soldaten stürmten sein Wohnhaus und ein benachbartes Haus. Die Einrichtung wurde wie üblich zerschlagen und Handys beschlagnahmt – so Augenzeugen gegenüber Ma’an. Tahers Frau brach während der Verhaftung zusammen und musste notärztlich versorgt werden.

Halalah hatte im letzten Jahr an einem 77-tägigen Hungerstreik, um gegen seine Haft ohne Anklage und Urteil durch Israel zu protestieren. Im Juni 2012 wurde er entlassen, nachdem es zu einer Übereinkunft mit der israelischen Gefängnisverwaltung kam.

Taher Halahla (33) wurde schon zum achten Mal durch das Besatzungsregime verhaftet und verbrachte gut 6 ½ Jahre als Adminstrativhäftling in Gefängnissen der Besatzungsmacht. Zu keiner Zeit war er angeklagt und verurteilt worden – so die juristischen Betreuer von Addameer.

 

Israel verteilt wieder Abrissverfügungen für Wohnhäuser bei Hebron

Israelische Behörden übergaben südlich von Hebron einen Palästinenser die Abrissverfügung für sein privates 2-geschossiges Wohnhaus. Wie üblich unter dem Vorwand des Bauens ohne Genehmigung!

Khader Abu Torki erklärte gegenüber WAFA, dass sein Wohnhaus 11 Familienmitglieder beherbergt.