Kerry: Zeitfenster für eine Zweistaatenlösung schließt sich

US-Außenminister John Kerry, hat den Druck für die Aufnahme von israelisch-palästinensischen Gesprächen für eine Zweistaatenlösung erhöht.

Mit der Vorgabe eines Zeitrahmens, hat Kerry erstmals seit dem Start seiner intensiven Vermittlungsbemühungen im Nahen Osten, den Druck auf die Konfliktparteien erhöht.

Vor dem Auswärtigen Ausschuss des Abgeordnetenhauses in Washington sagte Kerry, er sehe, “dass sich das Zeitfenster für eine Zweistaatenlösung schließt. Wir haben dafür noch ein, anderthalb oder zwei Jahre, oder es ist vorbei.”

Israels Siedler halten religiöse Rituale in Bethlehems Touristenzielen ab

Dutzende jüdische Siedler brachen am vergangenen Dienstag in den von Touristen aus aller Welt frequentierten Salomon-Pool, in den südlichen Vororten Bethlehems gelegen, ein.

Der Koordinator des Komitees gegen die Mauer- und Siedlungsbau, Ahmad Salah, berichtete gegenüber WAFA, dass die Gruppe nach dem Eindringen auf die Besucherflächen, umgehend mit religiösen Ritualen begann.

Er berichtete weiter, dass die Siedler mit diesen immer wieder veranstalteten Aktionen nur ein Ziel verfolgen:  die vollständige Übernahme des ganzen Gebietes, um es dem illegalen Siedlungsblock von Gush Etzion anzugliedern.

Palästinenser bitten Ashton das Leben Issawis zu retten

Das Mitglied des PLO-Exekutivkomitees Saeb Erekat schickte gestern einen dringenden Brief an die Chefin für Außenpolitik der EU, Catherine Ashton, in der er sie bat, sich umgehend für die Rettung des Lebens von Samer al-Issawi, der schon seit über 6 Monaten im Hungerstreik steht, einzusetzen. Das Leben des Mannes ist in höchster Gefahr!

Erekat macht die israelischen Behörden für das Leben Issawis und aller anderen Gefangenen in Israels Haftanstalten verantwortlich.

Im Brief wird ausdrücklich betont, dass Israel 107 Gefangene freilassen muss, da diese vor dem in Kraft treten des Oslo-Abkommens 1994 verurteilt wurden. 1000 Häftlinge wurden nach einem Abkommen des früheren israelischen MP Ehud Olmert mit Mahmoud Abbas freigelassen. Danach wurden schon wieder 15 der Freigelassenen verhaftet, unter ihnen Issawi.

Dutzende Verletzte nach Zusammenstößen bei Bethlehem

Angaben medizinischer Einsatzkräfte nach wurden heute bei Zusammenstößen in al-Khader – südlich von Bethlehem – Dutzende Palästinenser verletzt.

Ein Sprecher des Roten Kreuzes sagte gegenüber Ma’an, dass die Besatzungssoldaten mit Tränengasgranaten und den mit Gummi ummantelten Stahlgeschossen auf die Jugendlichen feuerten.

Es kam dadurch zu Verletzung an den Beinen, im Brustbereich und am Kopf. 5 Kinder einer einzigen Familie wurden durch das Einatmen von Tränengas verletzt. Allerdings wurden Scheiben eines Ambulanzfahrzeuges gezielt zerschossen.

Eine Sprecherin der Besatzungstruppen erklärte, dass 15 Palästinenser mit Steinen geworfen hätten und die Soldaten haben zu ihrer Verteidigung mit allen vorgesehenen Aufstandsbekämpfungsmittel geantwortet. Von Verhaftungen und anderen Verletzungen gab sie keine Informationen.

 

7 Verletzte bei Zusammenstößen bei Hebron

In Beit Ummar kam es gestern zu Zusammenstößen, in deren Verlauf 7 Palästinenser verwundet wurden. Die Verletzungen wurden durch den Beschuss mit den so genannten Gummigeschossen und Tränengas verursacht.

Einer wurde auf der Flucht vor der Besatzungssoldaten angeschossen. 2 der Männer mussten in ein nahe gelegenes Hospital gebracht werden.