Palästinensischer Häftling greift Gefängniswärter an

Ein palästinensischer politischer Häftling griff im Shikma-Gefängnis einen israelischen Wärter mit einer Schraube an, so eine Radiomeldung vom gestrigen Samstag.

Der Häftling, der eine 18-jährige Haftstrafe absitzen muss, schaffte es offensichtlich, mit der angespitzten Schraube den Wärter zu verletzen.

Andere Wärter schafften es, den Gefangenen zu überwältigen. Der Name des Palästinensers in der Sendung wurde nicht erwähnt.

Siedler überfielen wieder einmal Bauern

Jüdische Siedler haben wieder einmal eine Gruppe Bauern nördlich von Hebron angegriffen.

Ein Sprecher des Volkskomitees teilte Ma’an mit, dass der 78-jährige Eigentümer der Felder bei Wadi Abu al-Rish, mit seinem Neffen während der Feldarbeit von 13 Siedlern mit Steinen beworfen wurde. Diese kamen von der illegalen Siedlung Bat Ayin herüber.

Die Angreifer zwangen die beiden Bauern, das Land umgehend zu verlassen. Dabei schaute eine Gruppe regulärer israelischer Soldaten in aller Seelenruhe zu!

Israel injiziert den Palästinensern Viren

Die online-Ausgabe der Prawda berichtete am Freitag, dass die israelischen Besatzungsbehörden palästinensischen Gefangenen vor ihrer Freilassung gefährliche Viren injiziert haben, die Blasenkrebs und Leber-Erkrankungen verursachen.

Diese Praktiken des “Regime von Tel Aviv”, wären von dem Palästinenser Rania Saqa ans “Licht der Öffentlichkeit” gebracht worden, nachdem dieser aus israelischen Gefängnissen entlassen wurde, schreibt die Prawda.

Siedler setzen israelische Flagge auf einer Kirche

Israelische Siedler übernahmen am Freitag ein Klostergebäude in einem Dorf bei Ramallah und setzten die Israelische Flagge auf dem Kirchengebäude.

Der verantwortliche Priester berichtete gegenüber Ma'an, dass die Siedler mit Gewalt in das Kloster und in die benachbarte Kirche in al-Taybeh eindrangen - einem christlichen Dorf in der zentralen Westbank.

Das Kloster wurde vor langer Zeit von französischen Mönchen erbaut.

Bild: Siedler legten im Eingangsbereich eines Klosters Feuer (o5.09.32012)

 

EU-Kennzeichnung für Waren aus israelischen Siedlungen

13 EU-Außenminister haben eine von der EU-Außenpolitikbeauftragten Catherine Ashton angeregte einheitliche Herkunftskennzeichnung für Produkte aus den israelischen Siedlungsgebieten unterstützt.

„Unsere Verbraucher haben ein Recht auf eine informierte Wahlmöglichkeit, diese Initiative wird unseren Händlern helfen, dies bereitzustellen“, betonten die Minister in einem Schreiben vom vergangenen Freitag, welches der APA nun in Kopie vorliegt.

Bereits geltende EU-Rechtsvorschriften, wonach Erzeugnisse aus den Siedlungen in den besetzten Gebieten nicht in den Genuss der Zollpräferenzen des Assoziationsabkommens Israel-EU kommen dürfen, müssten umfassend und wirksam umgesetzt werden. Die Fortsetzung der Siedlungspolitik durch Israel, welche eine Zweistaatenlösung unmöglich zu machen drohe, sollte nicht auch noch wirtschaftlich honoriert werden.

Dem Brief an Ashton haben sich neben Spindelegger auch die Außenminister von Belgien, Dänemark, Spanien, Finnland, Frankreich, Irland, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Portugal, Slowenien und Großbritannien angeschlossen.