Israel verhaftet wieder quer durch die Westbank

Besatzungsstreitkräfte verhafteten heute wieder 11 Palästinenser in den Westbankstädten Hebron, Jenin und Tobas. Zeugen berichteten, dass israelische Besatzungstruppen in Hebron einrückten und in verschiedenen Stadtteilen 8 Männer verschleppten. Darunter einen Jungen von 13 Jahren,  zwei 18-jährige und einen 20-jährigen.

In Jenin drangen die Besatzungssoldaten am frühen Morgen in ein Haus ein und verhafteten einen 23-jährigen, nachdem sie in ihrer eigenen Gründlichkeit das Familien-Wohnhaus durchsuchten und Einrichtungsgegenstände zerschlugen.

Aus Tobas wird die Verhaftung von 2 Palästinensern gemeldet.

Bethlehem-Marathon: Verbot für 26 Läufer aus Gaza

Israel hat 26 Läufern aus dem Gazastreifen die Reise ins Westjordanland zum Bethlehem-Marathon (21. April) untersagt. Solchen Anfragen würde nur in Fällen von "außergewöhnlichen humanitären Gründen" Erlaubnis erteilt, hieß es von der zuständigen Behörde des Verteidigungsministeriums der israelischen Besatzung.

Für das Rennen, das an der Geburtskirche beginnt, haben sich insgesamt mehr als 400 Starter angemeldet, nach Angaben der Organisatoren kommt die Hälfte von ihnen aus Palästina. Die Marathon-Strecke führt an mehreren Flüchtlingslagern vorbei.

3 Raketen treffen Eilat – Eisenkuppel versagt

Drei aus Ägypten abgeschossene Raketen sind am Mittwochmorgen in Eilat eingeschlagen, as berichtete der israelischen Armeesender. Es habe weder Opfer noch nennenswerte Schäden gegeben, teilte eine Armeesprecherin der israelischen Besatzung mit.

In der Stadt heulten die Luftschutzsirenen, und der Flughafen wurde vorübergehend geschlossen.

Die stationierte Raketenabwehr-Einheit vom Typ Eisenkuppel hat offenbar versagte. Die Geschosse seien nicht abgefangen worden, hieß es in militärischen Kreisen. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht.

Besatzungsbehörde verlangt Abschiebung von Samer Issawi

Der aus Jerusalem stammende Samer Issawi lehnt den israelischen ihn nach Europa zu abschieben ab. Sein Anwalt sagt, dass der 33 Jahre alte Hungerstreikende sich geweigert hat abgeschoben zu werden.

Ein Beamter der israelischen Besatzung sagte, dass Israel mehr als glücklich wäre, wenn ein Land der EU oder ein UNO-Mitgliedsland bereit ist Samer zu nehmen. Er sagt weiter, dass Israel ihn gerne gehen lassen würde, aber, bisher hat kein Land auf unser Angebot reagiert.

Samer Issawi befindet sich seit über 265 Tagen im Hungerstreik. Er protestiert damit dagegen, dass ein israelisches Gericht sich weigert, ihm die Gründe für seine Inhaftierung zu nennen.

PLO kritisiert Kanada

Die PLO kritisierte am Freitag Kanada, wegen eines Treffens seines Außenministers mit israelischen Offiziellen im besetzten Ostjerusalem.

Das Mitglied des PLO Exekutivkomitees Saeb Erekat schrieb dem kanadischen Außenminister John Baird und betonte seine Verwunderung über dessen Treffen mit Israels Justiministerin Tzibi Livni in Ostjerusalem während ihres jüngsten Besuches in der Region aus.

„Ihr Treffen mit israelischen Regierungsvertretern in Ostjerusalem trägt dazu bei, die illegale Situation der Besatzung zu legitimieren und wir verstehen es durchaus als Hilfe für Israels ungesetzliche Politik“, so Erekat in dem Brief an Blaird.

„Das kanadische Vorgehen ist eine indirekte Unterstützung für Israels ständige Verletzungen internationaler Gesetze!“

Die internationale Gemeinschaft betrachtet Ostjerusalem als besetztes Gebiet und Israels Annektion der Stadt 1967 als illegal – nach international gültigem Recht!

„Es sollte diplomatischer Gepflogenheit entsprechen, die vor Ort tatsächlich existierenden Umstände zu erfragen und nur so hätten sie die Verletzung dieser Gesetze erkennen müssen“, so Erekat, „Solches Verhalten unterminiert ebenfalls UN-Anstrengungen, zur Wiederbelebung des Friedensprozesses!“

Der hochrangige PLO Vertreter und Chefunterhändler verlangte von Kanada eine klare Aussage zum Respekt vor der 4. Genfer Konvention ins Besondere deren verpflichtenden Inhalte zum Schutz von Zivilbevölkerung in Zeiten des Krieges. Derjenige Staat, der wissent- und willentlich einem anderen Staat bei der Verletzung international gültiger Gesetze beisteht, ist dafür mitverantwortlich, ebenso wie für die sich daraus ergebenden Entwicklungen!“

Weiter schrieb Erekat: „ Israels andauernde und sich auf alle Gebiete ausbreitende Besetzung von Ostjerusalem ist eine eklatante Verletzung von Menschenrechten und besonders aller noch gültigen (aber immer wieder ignorierten) Kriegsgesetze. Die Besetzung und die sich tagtäglich erlebbaren Bedingungen sind immer wieder vor den Internationalen Gerichtshof gebracht worden und wurden wiederholt vom UN-Sicherheitsrat und der Vollversammlung verurteilt, ebenso von der internationalen Gemeinschaft – wenigstens eines Teils davon!“