Israel schießt Drohne aus dem Libanon ab

Israel hat nach Militärangaben eine Drohne über dem Mittelmeer abgeschossen. Das  Fluggerät sei vom Libanon aus in Richtung israelische Küste geflogen, sagte eine Sprecherin der Besatzungsarmee. Nach Angaben des Rundfunks wurde die Drohne acht Kilometer westlich von Haifa von einer Rakete getroffen.

Bereits im vergangenen Oktober wurde eine aus dem Libanon kommende Drohne von der Luftwaffe abgeschossen. Sie war von Hisbollah gestartet worden und bereits 55 Kilometer in den Luftraum im Süden des Landes eingedrungen.

Ohne Email-Passwort keine Einreise

Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Israels zufolge haben Sicherheitskräfte der israelischen Besatzung das Recht Einsicht in die E-Mails von Passagieren zu verlangen.

Dies wurde am Mittwoch von Generalstaatsanwalt Jehuda Weinstein bekannt gegeben.

Laut dem Generalstaatsanwalt Jehuda Weinstein dürfen Beamte nur mit der Einwilligung des Reisenden seine Mails checken. Er sagte aber auch sollte der Passagier die Einwilligung nicht geben, kann die Einreise verweigert werden.

Lila Margalit von der Menschenrechtsorganisation nennt das eine "ein drastisches Eindringen in die Privatsphäre der Reisenden. Schließlich würden Touristen, die für die Reise viel Geld bezahlt hätten, kaum das Risiko eingehen, nicht in das Land einreisen zu dürfen. Daher sei es keine freie Entscheidung, kritisiert die Bürgerrechtlerin. Eine solche Maßnahme sei einer Demokratie nicht angemessen".

Issawi siegt beendet seinen Hungerstreik

Der Langzeit-Hungerstreikende Samer Issawi beendete am Dienstag seinen Protest, nachdem er eine Übereinkunft mit Israel unterzeichnet hatte, welches ihm seine Freilassung garantierte, so sein Anwalt Jawad Bolous.

Der Übereinkunft nach, wird Issawi in seine Heimatstadt Jerusalem entlassen, nachdem eine 8-monatige Haftzeit abgelaufen ist. 276 Tage verweigerte er die Nahrung, um gegen die Verhaftung durch Israels Soldaten zu protestieren.

Hani Issawi, der Onkel, erklärte gegenüber Ma’an, dass die Übereinkunft im Gericht des Ofer-Militärgefängnisses schriftlich fixiert wurde.

„Samer Issawi fühlt sich als Sieger, dank seines Kampfes um die Ziele, an die er glaube!“

„Der Sieg war auch dadurch möglich, dass Issawi die Angebote Israels, die letztendlich eine Deportation geworden wären, beharrlich zurückwies. Damit verteidigte er die Ziele der palästinensischen Politik der Verweigerung das Land zu verlassen und das Recht auf Rückkehr“, so der Onkel.       

Israel hatte viele Vorschläge und Ideen, um Issawi zur Beendigung des Hungerstreiks zu „bewegen“. Darunter war auch der Vorschlag, ihn für 10 Jahre im Gazastreifen zu exilieren, ohne Recht auf Besuch seiner Familie in Jerusalem;  oder ihn nach 5 Jahren Haft nach Europa auszuweisen … so der Chef der Palästinensischen Gefangenengesellschaft Qadura Fares.

Issawi wies alle Angebote Israels zurück und bestand auf einer Freilassung in seinen Wohnort Jerusalem!

Der jetzt 33-jährige wurde erstmals 2002 verhaftet und wegen „militärischer Aktivitäten“ im Interesse der Demokratischen Front zur Befreiung Palästinas zu 26 Jahren Haft verurteilt worden.

Israel lässt wieder Gebäude in Ostjerusalem abreißen

Israelische Besatzungstruppen rissen heute wieder Wohn- und Gewerbegebäude in Ostjerusalem ab.

Bulldozer, vom Militär beschützt, rückten in die Nachbarschaft des Stadtteils Al-Tur ein und rissen einen Rohbau für 3 Wohnungen ein. 3 Geschäfte, die in unmittelbarer Nachbarschaft lagen, wurden ebenfalls zerstört.

Ein Miteigentümer der Gebäude erklärte Ma’an, dass er einen Gerichtsbeschluss zugestellt bekam, der einen Abriss bis Mitte Mai aussetzte. Das Gebäude habe bis jetzt Kosten von 600.000 Shekels (166.00 US$) verursacht, die nun verloren sind.

Israel reißt 3 Häuser bei Hebron ab

Militär der israelischen Besatzung drang heute mit Bulldozern auf Gelände am al-Arroub Flüchtlingslager bei Hebron vor, planierte Bäume und zerstörte 3 palästinensische Wohnhäuser.

Augenzeugen berichteten WAFA, dass ebenfalls Grenztruppen und Behördenmitarbeiter aus dem Planungs- und Baustab der Zivilverwaltung vor Ort anwesend waren.

Vernichtet wurden Oliven- und Feigenbäume, Zitronenbäume und eine Schutzmauer der Plantage.