EU über die Welle der Zerstörungen durch Israel besorgt

Die Vertretungen der EU in Jerusalem und Ramallah gaben am Freitag ihrer ernsten Besorgnis über die zunehmenden - von israelischen Besatzungsbehörden angeordneten und durchgeführten -Zerstörungen von Wohnhäusern und Infrastrukturen der palästinensischen Bevölkerung in Jerusalem und in der Westbank Ausdruck.

„Die EU-Mission ist ernsthaft besorgt wegen der der groß angelegten Abrissarbeiten – besonders derer vom 23. und 24. April, wo 22 Objekte der Infrastruktur in 8 Orten der Westbank und Jerusalems zerstört wurden. 28 Bewohner – darunter 18 Kinder - der eingeschlossenen Wohnhäuser wurden verjagt. Von der umfassenden und offensichtlich genau abgestimmten Aktion wurden insgesamt 120 andere Bewohner – darunter 57 Kinder – betroffen!

Einige der Gewerbebetriebe wurden von EU-Mitgliedsstaaten gegründet und finanziert.

Diese seit einigen Monaten zu verzeichnende, massiv zunehmende, Anzahl von Verwüstungen palästinensischer Wohn- und Gewerbegebiete. beendet eine Phase des gefühlten Rückgangs solcher illegaler Aktionen, erklärte die EU-Mission. Seit 2008 wurden mehr als 2800 palästinensischer Wohnhäuser und Infrastruktureinrichtungen im Gebiet C und in Ostjerusalem abgerissen und so 4400 Menschen heimatlos gemacht!

Besatzer entführten 4 Kinder und den Vater in Hebron

Am gestrigen Freitag entführten israelische Besatzungssoldaten 4 Kinder mit der Begründung, diese hätten mit Steinen nach ihnen geworfen.

Der Vater der Kinder wurde ebenfalls entführt, weil er versuchte, die Besatzer von ihrem Vorhaben abzubringen.

Israel stimmt dem Apartheidmauerbau im "christlichen Dreieck zu

Im Streit um ein geplantes Teilstück der israelischen Apartheidmauer im "christlichen Dreieck" Bethlehem, Beit Jala und Beit Sahour hat die Instanz der israelischen Besatzung dem Mauerbau auf palästinensischem Land zugestimmt. Von dem geplanten Verlauf wäre auch ein Klostergelände der Don Bosco Schwestern betroffen. Die katholische Menschenrechtsorganisation "Society of St. Yves", die bislang die Ordensschwestern bei einer Klage unterstützt hatte, erwägt laut einer Mitteilung vom Freitag einen Gang vor Obersten Gerichtshof der israelischen Besatzung.

Die katholischen Bischöfe des Heiligen Landes hatten die Mauer in einer früheren Stellungnahme als "illegal" verurteilt. Die geplante Sperranlage könne zu einer verstärkten Abwanderung von Christen aus Bethlehem führen.

Die Mauer, die seit 2003 im Bau ist, wurde jedoch bereits im Jahr 2004 in einem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag für völkerrechtswidrig erklärt, da sie zu etwa 80 Prozent jenseits der Grünen Linie verlaufen soll. Diese bildet als Waffenstillstandslinie von 1948 nach internationaler Rechtsauffassung die Außengrenze des Staates Israel zum 1967 besetzten Westjordanland.

Besatzungssoldaten fällten 700 Olivenbäume bei Jenin

Israelische Besatzungstruppen haben heute 700 Olivenbäume in unmittelbarewr Nähe des Dorfes Arraba gerodet. So der Pasrlamentsabgeordnete Najah Abu Bakr.

Die Bäume gehörten den Bewohnern von Arraba und wuchsen in der Nähe der illegalen jüdischen Siedlung Mevo Dotan, erklärte der Parlamentarier auf einer Pressekonferenz.

In den Hügeln südlich von Hebron zerstörten heute israelische Soldaten 1.300 Olivenbäume.

Israelische Panzer und Bulldozer wüten im Gazastreife

Israelische Besatzungssoldaten drangen am heutigen Donnerstag mit 8 Bulldozern von Panzern begleitet, in den Norden des Gazastreifens ein und fuhren gut 100m auf Ackerboden bei Khan Younis. So Zeugen aus der Anwohnerschaft. Eine Sprecherin der israelischen Besatzungsarmee am Zaun von Gaza stand für keine Erklärungen zur Verfügung. Von Zusammenstößen wurde nichts berichtet.

Am Tag zuvor war es bei Bait Hanoun zu einem gleichartigen Vorfall gekommen. Der Armeesprecherin nach, war das „eine routinemäßige Kontrollfahrt zum Schutz des Sperrzaunes!“ Andere Angaben wurden nicht gemacht.