Issawis Verwandte wurden von Israels Polizei angegriffen

Die Schwester und Mutter von Samer Issawi berichteten heute, dass israelische Polizei sie angegriffen habe als sie zum Besuch Issawis im Militärhospital eintrafen.

Shireen Issawi, die Schwester Samers, erklärte gegenüber Ma’an, dass sie von der Polizei am Betreten des Kaplan-Hospitals massiv behindert wurden, als sie an der Anhörung des Gerichts teilnehmen wollten.

Issawi hatte bisher alle Angebote Israels, z.B. zur Exilierung, zurückgewiesen, er möchte in sein Wohnhaus, nach Jerusalem, entlassen werden.

Siedler verwüsten wieder Plantagen bei Nablus und Hebron

Jüdische Siedler rodeten Hunderte Mandel- und Olivenbäume in Bait-Dajan bei Nablus, so Ghassan Darghlas der beauftragte Beobachter zionistischer Siedlerumtriebe.

Eine Gruppe Siedler unter dem Schutz bewaffneter Soldaten der Besatzungsmacht drangen auf die Plantagen vor und begannen ihr Zerstörungswerk.

Darghlas fügte hinzu, dass solche Übergriffe nicht zum ersten Mal stattfinden. Das Land um Bait-Dajan soll wohl in ein geschlossenes Gebiet verwandelt werden.

Sonntagnacht holzten jüdische Siedler ebenfalls großflächig Mandelbäume in Tell Rumaida bei Hebron ab.

Israel verhaftet heute wieder und bestellt Personen zu Verhören ein

Besatzungstruppen verhafteten am heutigen Montag bis zur Stunde 10 Palästinenser aus Jenin und Bethlehem. Weitere 6 Personen wurden zu Verhören vorgeladen – so Sicherheitspersonal aus den Ortschaften.

Diese berichteten gegenüber WAFA, dass aus dem Flüchtlingslager Jenin 3 Brüder nach der üblichen Durchsuchung und Verwüstung ihres Wohnhauses verschleppt wurden. Die anderen Bewohner durften für viele Stunden in der Kälte das Ende der Durchsuchung abwarten.

Nördlich von Bethlehem verhafteten Besatzungssoldaten 6 Palästinenser nach der gewohnheitsmäßigen Durchsuchung verschiedener Häuser. 3 Brüder wurden zur Vernehmung in das Militärbüro im Siedlungsblock Gush Etzion einbestellt.

Bei Hebron verschleppten Soldaten 4 Palästinenser, darunter 2 Teenies; andere wurden zur Befragung mitgenommen.

Kein offizielles Angebot Israels zum Ende von Issawis Hungerstreik

Der Anwalt von Palästinas Gefangenenvereinigung (PPC), Jawad Boulos, teilte heute mit, dass es kein offizielles Angebot Israels gibt, welches zu einem Ende der Situation des hungerstreikenden Häftlings Samer Issawi führen könnte.

Wir haben zuletzt berichtet, das Issawi eine 6-monatige Haft angeboten wurde, wenn er sofort seinen Hungerstreik beenden würde.

In einer Pressemitteilung der PPC wurde betont, dass man immer noch auf eine amtliche israelische Positionierung zu den Verhandlungen Issawis mit der israelischen Gefängnisverwaltung warte.

Boulos sagte weiter, dass das Gericht zum Termin der Anhörung heute, Issawis Entscheidung zum Boykott derselben und zur Nichtanerkennung der Zuständigkeit des Gerichts zur Kenntnis genommen habe.

Issawi hatte das Gericht über seine Entscheidung informiert: “Ich wurde von einem Jerusalemer Gericht zu 8 Monaten verurteilt worden, die Haftzeit sollte im März enden. Deswegen gibt es keinen Grund für weitere Haft. Ich werde niemals dieses Prüfungskomitee und dessen Maßnahmen gegen micvh anerkennen!“  

Israels bietet Issawi 6 Monate Haft – ohne Urteil!

Minister Issa Qaraqe erklärte heute, dass Israels Gefängnisverwaltung Issawi 6 Monate Haft, gezählt vom 7. April 2013, angeboten habe, wenn er im Gegenzug den Hungerstreik beenden würde.

Qaraqe berichtete, dass Issawi eine schriftliche Bestätigung dieses Angebotes von einem berechtigten Unterhändler, unterschrieben im Beisein seines palästinensischen Anwalts, verlangt habe.

Issawi sagte, dass ihn keiner beeinflussen – ob durch Täuschung oder Drohung -  könne, vom totalen Hungerstreik Abstand zu nehmen. Nur Israels Anordnung seiner Freilassung, könne ihn umstimmen.

Er bestärkte seinen Boykott israelischer Gerichte und die Weigerung ausgewiesen zu werden.