Fotoreporter in stabilem Zustand nach einem Schuß ins Gesicht

Einem Fotoreporter aus Bethlehem, dem gestern mit einem Gummi ummantelten Stahlkugel von Besatzungssoldaten ins Gesicht geschossen wurde, befindet sich nach Auskunft der betreuenden Ärzte inzwischen in stabilem Zustand.

Muhammad al-Azza (23) wurde im Aida-Flüchtlingslager beschossen als er Zusammenstöße von Jugendlichen mit Besatzungssoldaten dokumentieren wollte. Er wurde sofort in das Arabische-Hospital in Beit Jala gebracht und umgehend operiert.

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Israels Besatzungstruppen verhafteten 9 Personen in der Westbank

Am heutigen Dienstagmorgen verhafteten israelische Besatzungssoldaten quer durch die Westbank 9 palästinensische Bewohner.

6 Personen wurden im Gebiet von Jenin verschleppt, darunter 2 Brüder aus dem Flüchtlingslager der Stadt.

Im Süden der Westbank verhaftete die Armee eine Person in der Stadt Hebron und eine in Dahriyah südlich der Stadt. Ein Dritter – Student an der Universität Hebrons – wurde zuhause verhaftet.

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Israels Militär überschreitet die Grenze des Gazastreifens

Am heutigen Dienstag überschritten israelische Soldaten im Süden die Grenze zum Gazastreifen und drangen rund 300m weit auf den Ort Khan Younis vor.

Augenzeugen berichteten WAFA, dass 4 Panzer der Armee und 3 Bulldozer landwirtschaftlich genutztes Land planierten und damit unbrauchbar machten. Aus purer Selbstverteidigung schossen die Eindringlinge dabei in alle Richtungen.

WAFA teilt mit, dass solche Übergriffe und Wandalismus der Armee Israels in regelmäßigen Abständen durchgezogen werden. Dabei hindert man besonders gerne zur Erntezeit die Bauern am Betreten ihrer Äcker.

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Israel verweigert Marokkanische Parlamentarier die Einreise

Am gestrigen Montag verweigerten israelische Behörden 2 marokkanischen Parlamentsmitgliedern, die von mehreren EU-Abgeordneten begleitet wurden, das Betreten der Westbank, um dort palästinensische Vertreter zu treffen, so einer der Abgeordneten.

„Die israelischen Behördenvertreter verweigerten uns das Betreten der Westbank ohne uns irgendeinen Grund für dieses Verhalten anzugeben!“ so Mehdi Bensaid gegenüber AFP.

„Ich verstehe Israels Entscheidung nicht, denn das ist eine Brüskierung des marokkanischen Parlaments und des ganzen Volkes. Ich protestiere gegen solches Vorgehen!“

Die 2 Abgeordneten sind Teil einer Delegation von Parlamentariern des Europarates. Marokko gehört der Unterorganisation für den Mittleren Osten PACE als „Partner für Demokratie“ an.

Bensaid und Chakkaf erklärten, dass sie auf der Allenby-Brücke über den Jordan, die die Westbank mit Jordanien verbindet, während des gesamten EU-Besuches eine Protestaktion abhalten wollen. Das Treffen endet heute Nachmittag.

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Issawis Familie schreibt einen Brief an die EU

Die Familie des im Hungerstreik stehenden  Samer Issawi übergab am Montag einen Brief an EU-Vertreter in Ostjerusalem, in dem seine Freilassung aus israelischer Haft gefordert wird – so der ehemalige Minister für Angelegenheiten Jerusalems Hatim Abdul-Qatdr gegenüber Ma’an.

Verschiedene Repräsentanten palästinensischer Parteien begleiteten die Familie bei der Übergabe des Briefes.

In dem Anschreiben wurde auch die indifferente Haltung der EU beklagt, die den Häftlingen im Hungerstreik keine Unterstützung ist.

Es wird erwartet, dass Israel in den nächsten 48 Stunden auf diesen Brief antwortet, so der EU-Vertreter. Dieser fügte hinzu, dass die EU-Außenamtschefin Catherine Ashton Israel kontaktiert habe, um eine Entscheidung in der Sache Issawi eine Entscheidung zu erreichen.

 

Das palästinensische Ministerium für Gefangenenangelegenheiten erklärte am Montag, dass Issawi ab sofort jede Anhörung vor israelischen Gerichten boykottieren wird. Die nächste Anhörung soll, nach Mitteilung der Ofer-Militärhaftanstalt, am 9.Mai stattfinden.

Issawi nimmt zur Zeit nur noch Zucker in Wasser gelöst zu sich und sein Puls sank auf 30 Schläge in der Minute, so sein Anwalt Jawad Bulous am vergangenen Sonntag.

Seit dem 27.Februar befindet sich Issawi im Kaplan-Medic-Center, weil er seinen Hungerstreik bis zur Freilassung fortsetzen wird.

Issawi war im Oktober 2011 während des Gefangenenaustausches freigekommen und 7.Juli 2012 wieder verhaftet worden. Angeblich habe er seine Amnestie-Auflagen verletzt, indem er  seinen Wohnsitz wieder in Jerusalem aufgesucht hatte. Nun wird versucht, Issawis Amnestie zu widerrufen und seinen früheren Status als Häftling wieder herzustellen.