Israel schließt auch den Karam Abu Salem Grenzübergang in den Gazastreifen

Israelische Behörden verfügten am gestrigen Montag die Schließung des Karam Abu Salem Grenzübergangs in den Gazastreifen. Der Leiter des Komitees für den Warenverkehr in Gaza erklärte gegenüber WAFA, dass Israel mitgeteilt habe, den Übergang aus fadenscheinigen Gründen zu schließen.

Damit ist der Warenverkehr – dazu gehören auch alle Brennstoffe – am einzigen Übergang für Wirtschafts- und Hilfsgüter für den Gazastreifen unterbrochen.

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Angriffswelle auf Websites der israelischen Regierung

Hacker der Aktivistengruppe Anonymous haben ihre Ankündigung wahrgemacht und in den vergangenen Tagen im breiten Stil israelische Websites angegriffen. Die Cyberattacken wurden am Sonntag von einem führenden Abwehrspezialisten Israels bestätigt. Laut Medienberichten drangen die Hacker in die Webauftritte des Amts des Ministerpräsidenten, des Verteidigungsministeriums, des Bildungsministeriums und das Zentralen Statistikamts ein.

Professor Jizhak ben Israel, Gründer des direkt dem Regierungschef unterstellen Nationalen Büros gegen Cyberangriffe, erläuterte im Gespräch mit dem Armeeradio, es sei offensichtlich nicht die Absicht der Hacker, die Infrastruktur des Landes zu schädigen, "dann hätten sie das nicht vorher angekündigt. Die wollen wahrscheinlich Aufmerksamkeit für die Debatte über den israelisch-palästinensischen Konflikt erzeugen".

Tausende protestieren

Zur Beerdigung des Ex-Generalmajors der Palästinenserpolizei, Abu Hamdijeh und der zwei Jugendlichen kamen am Donnerstag Tausende Menschen in Ramallah zusammen.

Am Rande der Beisetzungen kam es am Donnerstag zu neuen Unruhen, bei denen Demonstranten israelische Besatzungssoldaten mit Steinen bewarfen.

In Hebron lieferten sich steinewerfende Palästinenser Auseinandersetzungen mit der israelischen Besatzungsarmee, in Ramallah und Nablus demonstrierten mehrere Dutzend Menschen. Das Militär der israelischen Besatzung habe mit Tränengas und gummiummantelten Stahlgeschossen geantwortet. Dabei gab es nach palästinensischen Angaben mehrere Verletzte.

Palästinensische Jugendliche im Westjordanland erschossen

Israelische Besatzungssoldaten haben im Westjordanland zwei Jugendliche ermordet. Die Leiche eines 17-Jährigen sei am Donnerstagmorgen entdeckt worden, sagten palästinensische Ärzte und Sicherheitsbeamte.

Ein anderer Jugendlicher war bereits am Vorabend von palästinensischen Sanitätern mit einem Krankenwagen geborgen worden. Er soll durch Kopfschüsse ermordet worden sein. Die Ermordeten sollen Cousins gewesen sein. Palästinensischen Angaben zufolge hatten die jungen Männer Steine gegen eine Straßensperre des israelischen Militärs in Tulkarem im Norden des Palästinensergebiets geschleudert.

Nach Monaten weitgehender Ruhe halten die Ausschreitungen im Westjordanland und im Gazastreifen nun seit drei Tagen an. Auslöser war der Tod eines Palästinensers im israelischen Gefängnis.

Israel greift im Gaza-Streifen an

Die Luftwaffe der israelischen Besatzung hat erneut den Gazastreifen beschossen. Es handelt sich um die ersten israelischen Luftangriffe seit der Waffenruhe vom November. In der Nacht zum Mittwoch flogen israelische Kampfflugzeuge über das Gebiet und bombardierten mehrere Ziele.

Nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen insgesamt drei Angriffe trafen unbewohntes Gebiet nahe Gaza-Stadt und weiter nördlich, niemand sei verletzt worden. Auch die israelische Zeitung «Haaretz» berichtete online, das Ziel habe im nördlichen Gazastreifen gelegen.

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