Siedler zündeten 10 Fahrzeuge in Jerusalem an

Israelische Siedler setzten in der Nacht zum Sonntag in Jerusalem Fahrzeuge der Vereinten Nationen während der Feier eines jüdischen Festes in Brand.

Maysa Abu Ghazali vom Wadi Hilweh Informationszentrum berichtete, dass ihm UNO-Mitarbeiter die Zerstörung von 9 ihrer Fahrzeuge bestätigt hätten.

Die UN-Niederlassung gab bis zur Stunde keine Erklärung zu diesem Vorkommnis ab!

Mahmoud Mughrabi, der Besitzer dieser Fahrzeuge, erklärte, dass das Haus seines Cousins ebenfalls Feuer gefangen habe.

3 Palästinenser wurden durch diesen Anschlag verletzt. Sie mussten zur Versorgung der Brandverletzungen in ein Hospital gebracht werden.

Die israelische Polizei unternahm nichts und wartet einen Bericht der zuständigen Feuerwehr ab.

Keine Familienbesuche für Gefangene aus dem Gazastreifen

Israelische Behörden annullierten Besuchsgenehmigungen der Familienangehörigen von Häftlingen aus dem Gazastreifen, die ihre Söhne in israelischen Gefängnissen besuchen wollten, so das Rote Kreuz am heutigen Montag mit.

Der Sprecher des ICRC, Nasser Nijam, berichtete heute in Jerusalem, dass Israel die Angehörigen heute informiert habe, dass Familienbesuche wegen der Schließung des Grenzübergangs von Bait Hanoun/Erez nicht mehr möglich sein werden.

Israel schloß alle Übergänge nach Gaza als Strafe für den Abschuß einer Rakete aus dem Küstenstreifen nach Israel hinein.

EU-Parlament: Die Freilassung palästinensischer Gefangener drängt

Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments – Isabelle Durant – erklärte am Sonntag, dass die Freiheit der Palästinenser drängt und jede Unterstützung für deren Freilassung gegeben werden muss.

Durant erklärte gegenüber WAFA in einem Interview, dass sie die Angelegenheiten der Palästinenser seit über 20 Jahren aufmerksam verfolge und dieser Besuch in Palästina ihr Erster sei.

„Das Leiden der Palästinenser kann ich jetzt aus erster Hand bezeugen und vertrete die äußerste Wichtigkeit einer Hilfe, um ihre Freiheit mit gewaltfreien Mitteln zu erreichen!“

Durant, die zur Teilnahme an der Konferenz für Freiheit und Würde in Ramallah angereist war, diskutierte dabei die Art der Hilfe, um diese Ziele – nicht nur der Verbesserung der Haftbedingungen in Israels Haftanstalten - zu erreichen. Sie erklärte weiter, dass die Konferenz auf eine neue Art die Teilnahme der Zivilgesellschaften an den kommenden Aktivitäten erörterte.

Durant bekräftigte, dass die EU ihr Bestes tun wird, um die Würde der Gefangenen zu schützen und besonders die, ohne Gerichtsverfahren und Urteil festgehaltenen Menschen, letztendlich zu befreien.

Israelis zerstören Brunnenanlage bei Hebron

Ein Beobachter der Siedleraktivitäten im Gebiet von Hebron berichtete, dass eine Gruppe Siedler einen kompletten Hügel bei Yatta abgesperrt hätten und dort umgehend den Bau einer neuen Siedlung vorbereiteten.

Israelische Soldaten zerstörten eine Brunnenanlage nahe dem Flüchtlingslager al-Fawwar, die einem Ortsansässigen Bauer gehörte und die zur Bewässerung seiner Felder dringend gebraucht wird.

Siedler sperren Ackerflächen bei Nablus ab

Am Montag sperrten rund 200 jüdische Siedler hunderte Dunum (mehrere tausend Quadratmeter) im Dorf Azmut bei Nablus ab. Sie drangen auf die Ackerflächen vor und begannen mit Bewirtschaftungsarbeiten. Solche Landraubaktivitäten sind seit längerem ein fester Bestandteil israelischer Politik der ethnischen Säuberung palästinensischer Erde geworden.