Israelisches Militär zu den orthodoxen Osterfeierlichkeiten eingesetzt

Israelische Militäreinheiten wurden heute, anlässlich der Feierlichkeiten zum orthodoxen Osterfest, in der Altstadt Jerusalems vor der Kirche zum Heiligen Grab in Stellung gebracht. So eine christliche Pressequelle.

Schwer bewaffnete israelische Polizei errichtete mehrere Kontrollposten in der Altstadt, so Dimitri Diliani, der Kopf der Nationalen Christlichen Koalition im Heiligen Land.

„Israelische Scharfschützen und Besatzungssoldaten waren auch in der Kirche anwesend und auf dem Kirchendach stationiert.“

Diliani beschuldigte Israel, die Christen gezielt an der Teilnahme bei den Osterfeierlichkeiten zu hindern; alles im Kontext der Politik, die christliche Identität in Jerusalem zu vernichten.

3 Gefangene im Hungerstreik

Drei Palästinenser befinden sich im andauernden Hungerstreik, so das Ministerium für Häftlingsangelegenheiten am Samstag.

In der Pressemitteilung heißt es weiter, dass Ayman Abu Doad (31) aus Hebron seit dem 14. April hungert, weil man ihn nach der Freilassung (Gefangenenaustausch 2011) wieder eingesperrt hatte und weil er seine Haftstrafe von 28 Jahren nun doch ableisten muss.

Zurzeit befindet er sich im Jalma-Gefängnis in Einzelhaft.

Ayman Hamdan (30) aus Bethlehem steht seit dem 28. April im Hungerstreik, um gegen die Verlängerung seiner Administrativhaft um weitere 6 Monate zu protestieren.

Muhammad Abu Rmelah (42) aus Jenin streikt seit dem 1. Mai, weil seine Adminstrativhaft (willkürlich anzuordnende Vorbeugehaft – ein Relikt aus der Zeit des 1000-jährigen Reiches) um weitere 19 Monate verlängert wurde.

Israel verletzt Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates

Die israelische Flugzeuge sind in den letzten zwei Tagen mehrmals in den libanesischen Luftraum eingeflogen und haben somit die Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates verletzt, teilt die nationale libanesische Nachrichtenagentur am Samstag mit.

Die Flugzeuge seien über den libanesischen Städten Tyros und Bint Jbeil sowie über dem Tal Beqaa im Osten des Landes geflogen und haben Luftangriffe auf diese Regionen simuliert.

Die Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates hatte 2006 dem Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah ein Ende gesetzt.

Dänemark und Finnland werten Palästinenser auf

Dänemark und Finnland wollen die diplomatischen Vertretungen der Palästinenser in ihren Hauptstädten zu Botschaften aufwerten. Die Änderung solle in Zusammenarbeit mit den Palästinensern im Laufe des Jahres in Kraft treten, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung des finnischen Außenministers Erkki Tuomioja und seines dänischen Kollegen Villy Soevndal. Die Aufwertung bedeute aber keine Anerkennung eines Palästinenserstaates.

Der palästinensische Außenminister Rijad al-Malki zeigte sich erfreut. Die Ankündigung aus Dänemark und Finnland zeige, "dass wir weiterhin auf dem richtigen Weg sind", sagte al-Malki der Nachrichtenagentur AFP. Das Gleiche gelte auch für die jüngst erfolgte Entscheidung des US-Konzerns Google, die palästinensische Seite der Suchmaschine von "Google Palästinensergebiete" in "Google Palästina" umzubenennen.

In mehreren anderen europäischen Ländern, darunter Schweden, haben die Vertretungen der Palästinenser bereits einen Status als Botschaft.

In der Presserklärung wurde weiter mitgeteilt, dass alle Nordischen Staaten das gleiche für in ihren Hauptstädten residierenden Palästinensischen Missionen anbieten werden. Das bedeutet den Status von akkreditierten Diplomaten an einer Botschaft eines anerkannten Staates!

Im November hatte die UN-Vollversammlung den Palästinensern den Status eines Beobachterstaates verliehen. Zu den Unterstützern dieser Entscheidung gehörten auch Dänemark und Finnland.

 

Israelischer Luftangriff auf Syrien

 

Die USA gehen einem Fernsehbericht zufolge davon aus, dass Israel einen Luftangriff auf Syrien unternommen hat. Dies berichtete der US-Nachrichtensender CNN am Freitag unter Berufung auf zwei nicht näher genannte US-Regierungsvertreter. Israel habe den Angriff aller Wahrscheinlichkeit nach „in dem Zeitfenster Donnerstag/Freitag“ unternommen.

 

Das israelische Militär hat Hinweise auf einen möglichen neuen Angriff in Syrien weder bestätigt noch dementiert. „Solche Berichte kommentieren wir nicht“, sagte eine Sprecherin der Militärs am Samstag auf Anfrage. Die Sprecherin verwies die Fragen dazu an die israelische Regierung. In Jerusalem lehnte eine Sprecherin des Militärs eine Stellungnahme ab. „Wir kommentieren Berichte dieser Art nicht“, sagte sie. Ein Vertreter des israelischen Verteidigungsministeriums wollte sich dazu ebenfalls nicht äußern.