Jüdische Siedlungen: Zwangsumsiedlung zehntausender arabischen Beduinen

Die israelische Regierung hat am Montag einen Gesetzentwurf zur Zwangsumsiedlung zehntausender arabischen Beduinen beschlossen. Der Entwurf, der nun im Parlament diskutiert und verabschiedet werden muss, sieht die Umsiedlung von 30.000 bis 40.000 Beduinen in der südlichen Negev-Wüste in andere Orte vor. Rund 12.000 weitere Nomaden sollen demnach das Recht erhalten, an ihren bisherigen Wohnorten zu bleiben. Bei Vertretern der arabischen Minderheit stießen die Pläne auf entschiedene Ablehnung.

Der Verein für Bürgerrechte in Israel (ACRI) rief die Regierung auf, die bestehenden Dörfer der Beduinen anzuerkennen, anstatt die Bewohner umzusiedeln. "Diese erzwungene Umsiedlung wird dutzende Dörfer und zehntausende Beduinen treffen, die ihren Besitz und ihr historisches Recht an ihrem Land verlieren werden, während die sozialen Strukturen ihrer Gemeinschaft zerstört werden, sodass tausende Familien zu Armut und Arbeitslosigkeit verurteilt werden", erklärte die israelische Nichtregierungsorganisation. Laut der ACRI fördert die Regierung den Bau jüdischer Siedlungen - teilweise auf den Ruinen der Beduinen-Dörfer.

PLO verurteilt Israel wegen des Umgangs mit den Christen

Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) beschuldigt Israel für zahlreiche Schwierigkeiten zum Schaden palästinensischer Christen und Muslimen verantwortlich zu sein. Israel hinderte am Samstagabend die Gläubigen am Betreten der Freiflächen, wo in Jerusalem die Zeremonie des Osterfeuers als Höhepunkt des orthodoxen Osterfestes zelebriert werden sollte.

„Es geht doch nicht nur um die Isolation unserer besetzten Hauptstadt vom Rest des Landes … man zwingt unsere Menschen, die Besatzungsverwaltung um eine Reiserlaubnis für Familienbesuch in der Westbank zu bitten oder um Kirchen und religiöse Orte zu besuchen … Sogar Palästinenser aus Jerusalem wurden geschlagen als sie die Geburtskirche erreichen wollten, um das Heilige Feuer in Empfang zu nehmen, berichtete Hanna Amireh, ein Mitglied des PLO Exekutivkomitees und Leiterin des Komitees für Kirchenfragen im Amt des Präsidenten.

„Die Israelis zwingen eine religiöse Veranstaltung, sich in ein Schlachtfeld zu verwandeln. Das ist ein Teil des zionistischen Plans, Jerusalem in eine rein jüdische Stadt zu verwandeln!“

„Palästinensische Christen und Muslime sehen sich immer wieder mit neuen Problemen konfrontiert, wenn sie ihre Gebetsstätten erreichen wollen. Juden hingegen dürfen ungehindert an ihren realen und manchmal auch erfundenen „religiösen“ Plätzen beten. Es ist Zeit für die internationale Gemeinschaft aktiv zu werden“, fügte Amireh hinzu.

Siedler und Besatzungssoldaten greifen ein Dorf an

Samstagnacht griffen Siedler Ras Karker bei Ramallah an und versuchten in mehrere Häuser einzudringen. Dabei kam es naturgemäß zu Schlägereinen mit den Bewohnern und den die Siedler beschützenden Besatzungssoldaten.

8 Bewohner wurden von den mit Gummi ummantelten Stahlkugeln verletzt, einer davon schwer am Auge und einer am Brustkorb. 4 andere erlitten Prellungen und Brüche, nachdem sie von Soldaten zusammengeschlagen wurden.   

Gaza: Besatzungssoldaten verletzen Palästinenser

Medizinisches Personal berichtete von den Schußverletzungen eines Palästinensers, nachdem  Militär der israelischen Besazung das Feuer auf Wohnhäuser und Ackerstücken im Norden des Gazastreifens – bei Beit Hanoun -  eröffnet hatte.

Zeugen berichteten, dass der Mann durch die Kugeln der offenbar gelangweilten Wachposten am Grenzzaun zum Gazastreifen verletzt wurde, während mehrer Kinder unter Angstattacken zu leiden hatten.  

Aggression: Israel bombardiert erneut Ziele in Syrien

Die syrische Hauptstadt Damaskus ist am frühen Sonntagmorgen von heftigen Explosionen erschüttert worden. Die israelische Luftwaffe hat ihre aggressiven Luftschläge im Damaskus fortgesetzt. Etwa 43 Ziele seien angriffen worden.

Einem staatlichen Fernsehbericht zufolge attackierten die israelischen Streitkräfte erneut mehrere Forschungszentren  nördlich und östlich der syrischen Hauptstadt Damaskus.

Arabische Medien melden mehr als 300 Verletzte und zahlreiche Todesopfer. Die Zahl der Opfer könne jede Minute ansteigen.

Bereits im Januar hatte Israel nach Angaben von Diplomaten die Einrichtung angegriffen.