Israelischer General: Jüdische Siedler terrorisieren die Palästinenser

Ein Armeekommandeur der israelischen Besatzungsarmme warnte vor dem unkontrollierten jüdischen Terror gegen die Palästinenser in der besetzten Westbank, der das Gebiet in einen neuen Konflikt treibt.

In einem ungewöhnlichen und öffentlich gemachtem Statement, bezeichnete Generalmajor Avi Mizrahi die jüdischen Siedler und deren Yeshiwa (religiöse Schule) in Yitzhar, einer der am schlimmsten radikalisierten Gruppe und forderte deren Schließung, da diese eine Quelle des Terrors gegen die Palästinenser ist.

Diese Stellungnahme des Generals stellt ihn natürlich in einen Gegesatz zur Pro-Siedler Regierung Israels, die selbst US-Forderungen ignoriert, die Siedlungsexpansion spürbar zu verringern, da andernfalls die Friedensgespräche stagnieren. Der Außenminister Avigdor Liebermann wohnt selber in einer der illegalen Siedlungen in der Westbank, deren Errichtung gegen international gültiges Recht verstößt.

Die Armee beobachtete misstrauisch die Hardliner unter den Siedlern, da sie Unruhen befürchtete. Diese Siedler, die in den vergangenen Monaten eine Moschee niederbrannten, palästinensische Olivenbäume in Größenordnungen vernichteten und Privateigentum der Palästinenser ruinierte. Alleine in diesem Jahr ermordeten die Siedler 3 Palästinenser.

“Was dort draußen geschieht ist Terrorismus!” so General Mizrahi auf einem Pressetreffen von Channel 3, „und das muss ein Ende haben.“ 

„Die Israelische Verteidigungsstreitmacht (IDF)“, so der General, „fürchtet diesen Terrorismus gegen die Palästinenser, denn der wird die Gebiete einmal in Brand setzen.“

Die Kritik des Generals drückt eine tief sitzende Frustration im Armeeoberkommando aus, angesichts ihrer Unfähigkeit, die gewalttätigen Siedler unter Kontrolle zu behalten.

independent.co.uk

Palästinenser von Siedlern auf offener Straße erstochen

Ein Palästinenser wurde am Dienstag in einem ultra-orthodoxen jüdischen Viertel in Jerusalem erstochen.

Der Polizeisprecher der israelischen Besatzung sagte Ma'an, dass der nicht identifizierte Mann in der Mea Shearim Nachbarschaft, in der Nähe der Altstadt von Jerusalem erstochen wurde.

Arabische Staaten machen Schritt auf Israel zu

Mehrere arabische Staaten unterstützen einen Friedensplan für den Nahen Osten, in dem auch kleinere Korrekturen an der Grenze Israels von 1967 vorgesehen sind. Sie nähern sich damit den Vorstellungen an, die US-Präsident Barack Obama für einen Nahost-Frieden entwickelt hat.

Der Ministerpräsident von Katar, Scheich Hamad Bin Gassem Al Thani erklärte am Montag im Namen von sechs arabischen Staaten, die arabische Delegation habe die Möglichkeit akzeptiert, dass es zu einem gegenseitig akzeptierten und vergleichbaren Landtausch zwischen Israelis und Palästinensern kommen könnte. Er äusserte sich nach einem Treffen mit Vizepräsident Joe Biden und Aussenminister John Kerry in Washington.

Kerry drängt die arabischen Staaten, einer modifizierten Version ihrer Friedensinitiative von 2002 zuzustimmen. Darin wurde Israel die Anerkennung durch die arabischen Staaten angeboten, wenn es sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht.

Verhandlungen über einen Frieden im Nahen Osten sind in den vergangenen Jahren vor allem am Streit über die israelischen Siedlungen im Westjordanland und der dort weiter anhaltenden Bautätigkeit gescheitert.

Weihbischof Shomali kritisiert Apartheidmauer im Cremisantal

Das lateinische Patriarchat von Jerusalem äußerte sich „überrascht“ und „besorgt“ darüber, dass israelische Autoritäten den Bau der Trennmauer im Cremisantal genehmigt haben. Dies berichtet die Agentur AsiaNews. Der Bau erschwere der Bevölkerung dort das Leben, die Ausbildung der Jugendlichen beispielsweise werde viel komplizierter. Im Cremisantal sind zwei Salesianer-Konvente tätig, die dort unter anderem Feldarbeit und Schulen betreiben sowie Einwohner eines christlichen Dorfes innerhalb der Palästinensergebiete unterstützen. Durch den Mauerbau würde sich der Konvent auf palästinensischem Gebiet befinden, ein Großteil der Felder wäre aber auf israelischer Seite.

Der Weihbischof von Jerusalem, Monsignore Shomali, sagte im Interview mit AsiaNews, dass die Gründe für den Mauerbau schwach und undeutlich seien.

Kirche protestiert gegen israelische Apartheidmauer

Die katholische Kirche hat gegen eine Gerichtsentscheidung der israelischen Besatzung protestiert, die den geplanten Verlauf der israelischen Apartheidmauer durch ein Klostergelände für rechtens erklärt.

Das Urteil der zuständigen Justizbehörde in Tel Aviv sei ungerecht und stelle die Betroffenen vor vollendete Tatsachen, erklärte Patriarch Fouad Twal, Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche im Heiligen Land, am Montag in Jerusalem.