Brillante Isolation

FAST  EINTAUSEND israelische Persönlichkeiten haben schon einen  Aufruf an das Europäische Parlament unterschrieben, sie sollten ihre Regierungen bitten, den Staat Palästina anzuerkennen.

Ich  habe die Ehre, unter den Unterzeichnern zu sein, zu denen  frühere Minister und Knesset-Mitglieder, Diplomaten und Generäle, Künstler und Geschäftsleute, Schriftsteller und Dichter gehören, einschließlich der drei  herausragenden Schriftsteller Amos Oz, David Grossman und A.B. Jehoshua.

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Israel, eine scheinbare Demokratie

Die Besatzung  und das Verteidigungsbudget sind die Elefanten im Raum, die kein Kandidat, nicht einmal Livni und Herzog berühren werden

Auf einmal gibt es eine Möglichkeit, die Regierung Israels zu ändern, und die Aufregung ist groß. In der Tat, allein der Gedanke einer von Isaak Herzog und Zipi Livni geführten Regierung lässt die  Phantasie  aufblühen: Das Ende der anti-demokratischen Gesetzgebung, eine kurze Pause im fortlaufenden Prozess, die israelischen Araber beiseite zu stoßen, eine Brandung für die Wellen des Rassismus und des Ultranationalismus, der Verfolgung, der Hetze und Teilung; der Erneuerung des Obersten Gerichtshofes auf seinen richtigen Platz; die Wiederaufnahme  der Friedensgespräche; die Schwächung der Ganoven vom rechten Flügel in der Knesset; vielleicht sogar die Schließung des Holot-Immigranten-Haftzentrums.

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"Israel säht Verzweiflung und sinnlose Gewalt"

Eine Stellungnahme des Israelischen Komitees gegen Hauszerstörungen (ICAHD) vom 18.11.2014  

 

Die ‘zionistische Antwort’ auf die Abwärtsspirale sinnloser Gewalt, in der sich Jerusalem zur Zeit befindet, lautet: Hauszerstörungen, Massenverhaftungen, Widerrufung des Aufenthaltsrechts eingeborener Jerusalemer, Abriegelung palästinensischer Viertel mit Betonblocks, Bewaffnung jüdisch-israelischer Milizen, und Bemerkungen unterhalb der Gürtellinie für den Letzten, der noch an eine Zwei-Staaten-Lösung glaubt, Abu Mazen. Sie versuchen alles, nur nicht die Beendigung der Besatzung und eine gerechte politische Lösung.

So etwas passiert, wenn ein mächtiges Land auf jegliche Anstrengung verzichtet, sich um die Bedürfnisse und Sorgen eines Volkes unter seiner Kontrolle zu kümmern und sich hinunter begibt auf die Ebene roher Unterdrückung.

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Das Recht der Palästinenser und ihre Pflicht, Widerstand zu leisten

Man stelle sich vor, ein Palästinenser zu sein; vielleicht ein Bewohner Ost-Jerusalems. 47 schwierige Jahre liegen hinter einem; eine  große deprimierende Dunkelheit  liegt vor einem. Die israelische Tyrannei, die  dein Schicksal dem Untergang weiht,  erklärt arrogant, dass alles so auf immer bleibt. Deine Stadt wird unter Besatzung bleiben – auf immer und ewig. Der Verteidigungsminister, der zweite in der Regierung, die dich unterwirft, sagt, es wird  niemals ein palästinensischer Staat errichtet werden.

Man stelle sich vor, man sei Palästinenser und deine Kinder sind in Gefahr. Vor zwei Tagen töteten die Besatzungsmächte noch ein Kind, weil es „ eine Feuerbombe angezündet“ habe.  Die Wörter „Tod den Arabern!“  wurden  nahe deiner Wohnung an die Wand gesprüht.  Wohin man sich auch wendet, schreit dich ein Soldat oder die Grenzpolizei an. Jede Nacht könnte deine Wohnung  brutal  überfallen werden. Du wirst nie wie ein menschliches Wesen behandelt. Sie werden zerstören, demütigen,  einschüchtern, vielleicht dich auch verhaften – möglichst ohne Gerichtsverhandlung.

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Eine Schande für Israel

Schwedens Entschluss, einen Palästinenserstaat anzuerkennen, ist kein Schaden.
Netanjahu vergibt eine Chance.

Eine Schande für Israel

Mein guter Freund Jitzhak Herzog, Vorsitzender der israelischen Arbeitspartei und Oppositionschef, hatte Medienberichten zufolge kürzlich ein kritisches Gespräch mit dem schwedischen Premier Löfven wegen dessen Entschluss, einen palästinensischen Staat anerkennen zu wollen. Ich war viele Jahre Mitglied in Herzogs Partei, habe ihr als Abgeordneter in der Knesset und als Parlamentspräsident gedient. Zu meiner Bestürzung muss ich feststellen, dass Herzogs Positionen mir nicht länger erlauben, ihn zu unterstützen. Im Gegenteil, ich muss sie zurückweisen, da sie eine Art Freifahrtschein für die Besatzung sind. Herzog und andere behaupten im Brustton der Überzeugung, dass die Anerkennung eines palästinensischen Staates ein „unilateraler“ Schritt sei, der die Friedenschancen bedrohe. Ich glaube, dass ihre Ablehnung die eigentliche Bedrohung ist, weil sie dazu beiträgt, das ungerechte Besatzungssystem fortzusetzen.

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