Auszüge des saudischen Friedensplans

Einstimmig hat der Gipfel der Arabischen Liga am 28.03.2002 den Friedensplan des saudischen Kronprinzen Abdullah angenommen.

In der Abschlusserklärung hätten die arabischen Länder Israel «normale Beziehungen» an geboten, sagte der libanesische Außenminister Machmud Hammud am Donnerstag. Israel müsse dafür arabische Gebiete räumen, einen Palästinenserstaat mit Jerusalem als Hauptstadt anerkennen und eine gerechte Lösung für palästinensische Flüchtlinge finden.

Sobald Israel diese Bedingungen erfüllt habe, «würde der arabisch-israelische Konflikt als beendet betrachtet», hieß es weiter. Dann solle ein Friedensvertrag folgen, der der gesamten Region Sicherheit garantieren würde.

 

 

Auszüge des saudischen Friedensplans

"Der Gipfel der Arabischen Liga stellt fest, dass ein gerechter und umfassender Friede die strategische Wahl der Araber ist. Der Gipfel ruft die israelische Regierung auf, ihre aktuelle Politik zu überdenken und die Wahl des Friedens zu akzeptieren.

Der arabische Gipfel fordert:

einen vollständigen Rückzug aus dem 1967 besetzten arabischen Land, darunter einen vollständigen Rückzug vom syrischen Golan und all den Territorien, die noch im Südlibanon besetzt sind, auf die Grenzen vom 4. Juni 1967 (Ausbruch des Sechstagekrieges, Anm.);

o die Zustimmung, eine faire Lösung des Problems der palästinensischen Flüchtlinge zu erreichen, die in Überstimmung mit der UN-Resolution 194 vereinbart wird;

o die Zustimmung zu einem palästinensischen Staat auf dem seit 4. Juni 1967 besetzten palästinensischen Territorium im Westjordanland und Gaza-Streifen mit dem heiligen Jerusalem als Hauptstadt, in Übereinstimmung mit der Resolution 1379 des UN-Sicherheitsrats.

 

Im Gegenzug stellen die Araber fest:

  • den arabisch-israelischen Konflikt als beendet zu betrachten und einen Vertrag zu erreichen, um dies zwischen ihnen und Israel zu zementieren.
  • Der arabische Gipfel ruft die israelische Regierung und alle Israelis auf, diese Initiative zu akzeptieren, um die Friedensmöglichkeiten auf eine Art und Weise abzusichern, die die arabischen Länder und Israel in die Lage versetzen, zu koexistieren und Seiten an Seite zu leben und (kommenden) Generationen eine sichere Zukunft zu garantieren.
  • Der arabische Gipfel ruft die internationale Gemeinschaft mit all ihren Organisationen und Ländern auf, diese Initiative zu unterstützen.
  • Die Teilnehmer rufen den Vorsitz des Gipfeltreffens (Libanon) und den Generalsekretär der Arabischen Liga und die Folge-Komitees auf, zu handeln und die Kontakte, auf denen in dieser Initiative Bezug genommen wird, weiter zu verfolgen und sie auf allen Ebenen zu unterstützen, zu allererst die Vereinten Nationen, die Vereinigten Staaten, die Russische Föderation, die Europäische Union und der UN-Sicherheitsrat."