Das Gaza-Jericho-Abkommen

Das Gaza-Jericho-Abkommen Die in der Prinzipienerklärung vorgesehenen Gespräche bezüglich des israelischen Abzuges aus dem Gazastreifen und der Gegend um Jericho gerieten wiederholt ins Stocken. Sie brauchten beträchtlich länger als die im Zeitplan ursprünglich vorgesehenen zwei Monate. Unter anderem kam es zu Konflikten auf Grund der Diskrepanz zwischen israelischen Sicherheitserwägungen und dem palästinensischen Wunsch nach einem frühen und weitreichenden Hoheitstransfer. Schließlich wurden die Gaza-Jericho-Verhandlungen nach beinahe acht Monaten am 4. Mai 1994 mit der Unterzeichnung des Gaza-Jericho-Abkommens abgeschlossen. Das Abkommen umriss Schritte zur Implementierung der zuvor in der Prinzipienerklärung beschlossenen Grundsätze. In der Folge setzte Israel den Abzug seiner Sicherheitskräfte aus dem Gazastreifen und der Gegend um Jericho um und übertrug die Hoheit der neu gegründeten Palästinensischen Autonomiebehörde. Weiters begann die in der Prinzipienerklärung genannte fünfjährige Übergangsphase an dem Tag der Unterzeichnung des Gaza-Jericho-Abkommens.