Scheich Ahmed Yassin

Scheich Ahmed Yassin kam 1936 in Goura, einem Dorf bei Aschkelon zur Welt. Mit zwölf Jahren verletzt er sich beim Sport so unglücklich, dass er fortan querschnittsgelähmt ist. Dennoch gelingt es ihm, als Student an der berühmten Al Azhar-Universität in Kairo angenommen zu werden. In Kairo schließt er sich den ersten Islamisten an, einer Muslimbruderschaft. Zurückgekehrt in den Gazastreifen, gründet er dort einen Ableger der Bewegung.

Rasch fällt er den israelischen Militärbehörden auf - aber nicht als ihr Feind, sondern als religiöser Gegenspieler von Arafats PLO. Also bekommt er diskrete Hilfe, darf sogar mit offizieller Genehmigung der Besatzungsmacht sein Sozialwerk im Gazastreifen ausbauen. Zwar wird er 1984 das erste Mal verhaftet, kommt aber bald wieder frei.

Am 22.März 2004 um 5.20 Uhr, ermordeten die israelischen Besatzungsstreitkräfte in Gazas Vorort Al-Sabra den 66-jährigen Scheich Ahmed Yassin, den Führer und Gründer der palästinensischen Hamas-Bewegung.