Von "Palästinensergebieten" zum Staat Palästina

"Palästinenserpräsident - "Autonomiebehörde" und diverse andere, wenig aussagekräftige Worte sollten seit der Abstimmung der UN-Vollversammlung im vergangenen Herbst eigentlich der Vergangenheit angehören.


Aber die deutschen GEZ-Medien und Politiker haben sich noch immer nicht an die Situation gewöhnt, dass die seit 1967 von Israel besetzen Gebiete des Staates Palästina auch als solchen in der UNO mehrheitlich anerkannt wurden. Dazu gehören: Ostjerusalem, die Westbank und der Gazastreifen.

Bis heute übernimmt man gedankenlos und unverantwortlich die Sprachregelung der Besatzungsmacht und benutzt die nun völkerrechtlich nicht mehr üblichen Begriffe.
Gut, Israel besteht auf irgendwelchen Verhandlungen mit den Palästinensern und möchte vergessen machen, dass es diese durch eine gnadenlose Besiedlung der besetzten Gebiete und der zielgerichteten Eingemeindung Ostjerusalems in israelisches Staatsgebiet von Anfang an torpediert hat.

Vergessen sollen die Menschen außerhalb Palästinas, dass auch Israel nur durch einen Beschluss der UN-Vollversammlung (181) von 1947, der die Teilung des britischen Protektorats Palästina vorsah, entstehen konnte.

Vergessen sollen wir alle, dass Israel seit dem 15. Mai 1948 Israel seine Grenzen immer wieder willkürlich verschoben hat. Bis heute hat dieser Staat keine völkerrechtlich festgelegten Grenzen und besteht aber ständig auf biblische und damit erfundene Grenzen, die noch weitere arabische Gebiete im Auge haben.

Um diese Heuchelei der westlichen Staaten und der von ihnen abhängigen Länder bloßzustellen, schreiben wir diese Zeilen. Benutzen wir in unserem täglichen Gebrauch die richtigen Worte und reden nicht mehr von Palästinensergebieten, sondern vom "besetzten Palästina"! Reden wir von einem "Präsidenten Palästinas" usw.

Zeigen wir, wo immer möglich, auf Israels Verletzungen von international gültigen Gesetzen und auf die Politik der ethnischen Säuberungen, den täglichen Ausweisungen, der Abrissverfügungen für Wohnhäuser, ja ganzen Ortsteilen, vom Landraub am Staat Palästina, der die Welt irgendwann einmal vor vollendete Tatsachen stellen wird und dann wird es den Staat Palästina nicht mehr geben können, weil Israel den letzten Flecken annektiert hat, dass heißt, das angeblich biblische Israel wieder hergestellt hat.

Für uns darf es einen solchen Tag nicht geben und noch viel weniger für die Palästinenser, die dann nicht nur Haus und Hof verloren haben, sondern ihre Heimat. Die dann alle, wie schon heute Millionen von ihnen, in anderen Ländern, "an den Wassern Babylons", ihrer verlorenen Heimat nachtrauern. Genauso wie die 10tausenden Juden, die früher einmal ein babylonischer Herrscher in das Zweistromland verfrachten ließ und die erst nach gut 40 Jahren zurückkehren konnten.

Das wird für die Palästinenser aber keine Option mehr sein können und deshalb reden wir ab heute nur noch von einem Staat Palästina, der einen Präsidenten hat und dessen Hauptstadt Jerusalem ist.

10.01.2013
Freunde Palästinas