Ein dringender Ruf zur Rettung der Al-Aqsa Moschee

Wir möchten ihre geschätzte Aufmerksamkeit auf die stündlich gefährlich wachsenden Spannungen im besetzten Ostjerusalem richten! Die gesetzeslose Politik und die ständigen Provokationen und Übergriffe der zionistischen Besatzungsmacht Israel und die von ihnen unterstützten extremistischen Siedlerbanden auf das palästinensische Volk, deren

Land und auf die Heiligen Plätze, drohen die Spannungen zwischen den Religionen und Menschen eskalieren zu lassen. Das Risiko einer unkontrollierbaren Entwicklung steigt in dieser zerbrechlichen Situation stetig an.

Aus diesem Grund müssen wir Sie auf eine extreme Entwicklung hinweisen. Am 24. Februar auf dem Haram al-Sharif - dem Heiligen Bezirk - im besetzten Ostjerusalem, stürmten israelische bewaffnete Kräfte den Bezirk und gebrauchten ungewöhnliche Gewalt gegen die dort anwesenden Betenden. Der Angriff auf den Heiligen Bezirk begann nach dem Freitagsgebet. In diesem Bezirk befinden sich die Al-Aqsa Moschee und der Felsendom (Qubbat Al-Sakhra). Hunderte von Gläubigen protestierten sofort gegen den Überfall und verweigerten den mit angreifenden jüdischen Extremisten den Zutritt auf den Haram Al-Sharif. Berichten zufolge setzten die israelischen Angreifer Tränengas, Geräuschbomben und mit Gummi ummantelte Stahlgeschosse gegen die Anwesenden ein. Meizinisches Personal des anwesenden Roten Halbmondes berichteten von 30 verwundeten Palästinensern. Ebenso wurde von der Festnahme von 13 Palästinensern berichtet.

Die internationale Gemeinschaft muss diese Eskalation auf und um den Heiligen Bezirk ernst nehmen, denn der Teufelskreis der Gewalt nach solchen Provokationen ist schnell in Gang gesetzt. Dieser Bezirk und andere christliche wie muslimische Heiligtümer im besetzten Jerusalem und den anderen, von Israel besetzten Gebieten sind zum Ziel zionistischer Übergriffe geworden. Angriffe und Entweihungen durch extremistische Siedlerbanden und die "amtlichen" Provokationen durch die rechtsextreme israelische Regierung gegen das palästinensische Volk und seine Führer legen die Saat für zukünftige Krisen in dieser unter Hochspannung stehenden Region. Die laufenden Angriffe und Drohungen gegen den Heiligen Bezirk in Jerusalem wurden besondrs durch die veröffentlichungen auf einer jüdischen Website gefördert, wo zu massenhaften "Besuchen" auf dem so genannten "Tempelberg" aufgerufen wurde, um dort "jüdische Souveränität" zu demonstrieren. Diese Aufrufe wurden durch faschistische Politiker aus der Regierung begleitet, die mit Flyern die Provokation noch weiter anfeuerten. Darin hieß es, dass "dieser Tempelberg von allen Feinden Israels zu säubern sei und man die muslimischen Gebäude zerstören müsse."

All diese sich häufenden, massiven Entweihungen religiöser Orte in allen besetzten palästinensischen Gebieten, verbunden mit gezielten Provokationen der Besatzungsmacht Israel, sind von der israelischen Regierung zu verantworten. Dazu kommen immer wieder die Angriffe jüdischer Siedler. Deswegen ist ein rasches und wirksames Eingreifen der internationalen Staatengemeinschaft und des UN-Sicherheitsrates, in Übereinstimmung mit den Verpflichtungen zum Frieden und Sicherheit, dringend erforderlich. Die zunehmenden Spannungen, besonders in Ostjerusalem, machen ein Eingreifen nötiger denn jeh. Menschenrechte und das Völkerrecht werden zum Schaden der palästinensischen Bevölkerung von Israel vollständig ignoriert. So kann kein Frieden und kein Recht gedeihen oder erst installiert werden, wenn zahllose UN-Resolutionen weiter Makulatur bleiben und die 2-Staaten-Lösung - in den Grenzen von 1967 - nur als Worthülse benutzt werden.

Wieder müssen wir sie auch über einen weiteren Mord, verübt durch die Besatzer, an einem jungen Mann Tal'at Ramia (25) informieren. Er wurde am Qalandia-Kontrollpunkt zwischen Al-Ram und Ramallah von einer Gewehrkugel in der Brust getroffen und starb wenig später im Krankenhaus. 5 weitere Palästinenser wurden durch Gasgranaten und "Gummigeschossen" verletzt. In den letzten Tagen kam es zu mehr Gewalt durch die Besatzungssoldaten gegenüber den Palästinensern - so in al-Khalil, wo eine völlig friedliche Demonstration zur Erinnerung an das Attentat eines jüdischen Extremisten von 1994 auf die Abrahm-Moschee im Ort stattfand. Damals wurden 29 Betende brutal ermordet. Die Besatzer feuerten ebenfalls mit Tränengas und Lärmgranaten auf die Menschen und verletzten danei viele. Rund 70 von ihnen mussten wegen Atemwegsblockaden versorgt werden, nachdem Israels Truppen übel riechende Gasgranaten einsetzten. Diese Chemikale kam schon früher an anderen Orten zum Einsatz. 6 Palästinenser wurden verhaftet.

Israel als verantwortliche Besatzungsmacht muss für den Tod und den Verletzungen palästinensischer Zivilisten endlich einmal verantwortlich gemacht werden. Diese ungehemmten Gewalteinsätze gegen die Bevölkerung unter der Militärherrschaft der Zionisten sind eine eklatante Verletzung von allen möglichen, international gültigen Gesetzen, die den Schutz und die Sicherheit von Zivilisten in bewaffneten Konflikten anordnen.

Wegen all dieser Verbrechen, dieser Akte von Staatsterrorismus, den Verletzungen von Menschenrechten zum Schaden des palästinensischen Volkes, muss Israel als die verantwortliche Besatzungsmacht vor Gericht gebracht werden und die für die Verbrechen verantwortlichen Politiker und Kommandeure gehören bestraft.

27.02.2012
Freunde Palästinas