Die Empfehlungen des Mitchell-Report

ENDE DER GEWALT:
Der Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt müsse sofort und bedingungslos unterbrochen werden. Dazu sollten die israelische Regierung und die palästinensische Autonomiebehörde wieder in Sicherheitsfragen zusammenarbeiten. Die politischen Führer beider Seiten hätten sich um einen Abbau der Spannungen zu bemühen. 

WIEDERGEWINNUNG VON VERTRAUEN:
Zur Vielzahl der Vorschläge zählt, dass beide Konfliktparteien jede Art von Hetze benennen und verurteilen. 

Die Palästinenserbehörde müsse den Terrorismus ächten, mit vollem Einsatz Terrorhandlungen unterbinden und Täter bestrafen. Die israelische Regierung wird aufgefordert, den Siedlungsbau in den besetzten Gebieten einzustellen. Bei Auseinandersetzungen mit unbewaffneten Demonstranten solle die Armee keine tödlichen Waffen einsetzen, im Gegenzug seien bewaffnete Überfälle auf die israelische Bevölkerung zu unterbinden. 

Israel solle die wirtschaftlichen Beschränkungen für die Palästinenser aufheben. Dazu zähle die Wiederöffnung der Grenzübergänge, insbesondere für in Israel beschäftigte Arbeiter. Auch die der Autonomiebehörde geschuldeten Steuereinnahmen sollten überwiesen werden. Die allen Religionen heiligen Stätten seien gemeinsam zu schützen. - 

WIEDERAUFNAHME VON FRIEDENSGESPRÄCHEN:
Die Konfliktparteien sind zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert. Wie das im Einzelnen geschehen soll, sagt die Kommission nicht. Fest stehe jedoch, dass ein Ende der Gewalt und neu gewonnenes Vertrauen ohne ernsthafte Verhandlungen zur Lösung des Konflikts nicht lange Bestand hätten.