Tenet-Vorschläge für eine Waffenruhe

Hier sind die wichtigsten Elemente des "Plans":

Innerhalb von 48 Stunden sollen die Palästinenser die Gewalt stoppen und Israel zeitgleich mit der Aufhebung der Blockade der Palästinensergebiete und dem Abzug der Truppen auf die Ausgangspositionen vor dem 28. September beginnen.  

Die Palästinenser sollen sich verpflichten, illegale Waffen, Granatwerfer und Raketen zu konfiszieren und darüber einem gemeinsamen Sicherheitskomitee zu berichten. Zudem müssen sie Bombenfabriken schließen und gegen Waffenschmuggel vorgehen.  

Nach palästinensischen Angaben äußerte Palästinenserpräsident Jassir Arafat Einwände gegen die Einrichtung einer Pufferzone zwischen Israel und dem Westjordanland und die Festnahme militanter Mitglieder der Gruppen Hamas und Islamischer Dschihad nach einer von Israel erstellten Liste. Die Palästinenser wollen nur Palästinenser festnehmen, die nach der Verkündung einer Waffenruhe durch Arafat Anfang Juni Gewalttaten verübt haben.  

Die Zusammenarbeit der Geheimdienste beider Seiten wird wieder aufgenommen. Dazu gehört der Austausch von Informationen über mutmaßliche Terroristen und deren Bewegungen vor einem möglichen Anschlag.  

Israel verpflichtet sich, keine tödliche Munition mehr gegen palästinensische Demonstranten einzusetzen und alle in den vergangenen acht Monaten festgenommenen Palästinenser freilassen, die nicht an Terroranschlägen beteiligt waren. Israel verpflichtet sich, keine Ziele der Autonomiebehörde - militärische und zivile Einrichtungen sowie Wohngebiete - mehr zu beschießen.

Beide Seiten müssen die Propaganda gegen die jeweils andere Seite beenden. Israel soll auch Demonstrationen israelischer Gruppen (Siedler) gegen Palästinenser verhindern.