Neun palästinensische Journalisten wurden seit Juli ermordet!

Muhammad Daher, palästinensischer Journalist für die al-Resalah Zeitung wurde vor kurzem verletzt, als israelische Streitkräfte sein Haus im Osten von Gaza Stadt zerstörten. Er erlag laut Ma'an News Agency am Donnerstag seinen Verletzungen. Daher ist somit der neunte palästinensische Journalist seit der israelischen militärischen Aggression, der durch die israelischen Angriffe ermordet wurde. Bei diesem Beschuss wurden mehrere seiner Familienmitglieder sofort ermordet.

Die israelische Besatzungsarmee zerstörte systematisch alle im Gebäude liegende Wohnungen, ob nun noch Personen in ihnen waren oder nicht.

Am Mittwoch wurden die Fotojournalisten Rami Rayan und Sameh al-Aryan, die mit al-Aqsa TV gearbeitet hatten, ermordet, berichtete Ma'an. Sie starben als die israelischen Streitkräfte den Al-Bastat Markt in Shuja'eyya bombardierten.

Eine Massenkundgebung zog am Donnerstag durch die Straßen von Gaza-Stadt. Die Menschen trauerten um die drei Journalisten der WAFA palästinensischen News & Info-Agentur. Ihre Leichen wurden in die palästinensische Fahne gehüllt, ihre Kameras auf ihren Körper gelegt.

Ahed Zaqqut, ein Sport-Journalist, der für mehrere Agenturen tätig war, wurde am Mittwoch vergangener Woche ermordet.

Journalists Najlaa Mahmoud al-Hajj, Abd al-Rahman Ziyad Abu Hayin, Izzat Dhuheir, Bahad al-Din Gharib sowie Fotojournalisten Khalid Hamad, waren bereits bei früheren Kampfhandlungen in der Region ermordet worden.

Der palästinensische Journalistenverband verurteilte die jüngsten israelischen Bombardierungen des al-Wattan Voice TV Hauptquartier in Gaza auf das Schärfste. Es ist mittlerweile der vierte Angriff seit Beginn der Aggression.

Die Vereinigung der internationalen Journalisten ist entsetzt über diese Verbrechen und fordert alle auf mehr zum Schutz der Journalisten zu tun.

(dt. M. K)

Per Kaiserschnitt gerettetes Baby gestorben

Das per Kaiserschnitt gerettete Baby einer gemordeten Palästinenserin ist wenige Tage nach seiner Geburt gestorben. Der Arzt Abdel Karem al-Bawab vom Nasser-Krankenhaus im südlichen Gazastreifen sagt, dass die kleine Schaima wegen Atemproblemen gestorben sei, die auch mit den Stromausfällen auf der Intensivstation der Klinik zusammenhingen. Das Baby war am Freitag auf die Welt geholt worden, nachdem seine Mutter bereits eine Stunde lang tot war.

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Lage im Gazastreifen ist katastrophal

Die Lage der Menschen im Gazastreifen wird immer verzweifelter. Unablässig fallen Bomben, viele Kinder und Erwachsene wurden ermordet. Überall werden die Nahrungsmittel knapp, sauberes Wasser ist sehr selten, die Stromzufuhr ist weitgehend ausgefallen.

"Es ist alles wie ein Albtraum, es gibt keine Worte, um dieses Leid und den Schmerz zu erklären", teilte eine SOS-Mutter des SOS-Kinderdorfs in Rafah am Mittwoch dem Verein SOS-Kinderdörfer weltweit mit Sitz in München mit. "Meine Kinder, 4 und 7 Jahre alt, fragen mich, warum so viele Menschen getötet, warum so viele Häuser zerstört werden. Und ich finde keine Antworten." Vollständig zerstört sind rund 5.000 Gebäude.

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Aggression kostet Israel täglich 30 Millionen Dollar

Israels Finanzministerium hat die Kosten des Militäreinsatz „Protective Edge“ gegen die die Palästinenser im Gazastreifen bekanntgegeben. Demnach schlägt die Aggression täglich mit etwa 30 Millionen US-Dollar zu Buche, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Mittwoch.

Dabei soll es sich jedoch nicht um offizielle Angaben handeln. Journalisten berufen sich auf Quellen im Finanzministerium. Doch sie sind wohl realistisch. Das Raketenabwehrsystem „Eiserne Kuppel kostet zwischen 50 und170 Millionen Dollar. In Israel sind neun Abwehranlagen dieses Typs stationiert. Eine dazugehörende Abfangrakete „Tamir“ kostet mehr als 30.000 Dollar.

Somit ist das Abfangen einer feindlichen Rakete deutlich teurer als der potenzielle Schaden  einer fehlgeleiteten palästinensischen Rakete der Marke Eigenbau. Finanziell rechnet sich das Luftabwehrsystem „Eiserne Kuppel“ auf jeden Fall für den israelischen Haushalt. In Israel bekommt jeder Geschädigte eines Raketenangriffs aus dem Gaza-Streifen 250.000 Dollar.

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Jugend im Westjordanland begehrt wieder auf

Wie übergroße Hagelkörner liegen die Brocken auf dem Asphalt. Hunderte Pflastersteine, faustgroß, bedecken den Boden - als wären sie vom Himmel geregnet.

In Wahrheit haben junge Palästinenser die Steine als Geschosse benutzt und sie auf israelische Soldaten geschleudert. Hier, am Grenzübergang Kalandia zwischen Jerusalem und Ramallah, sind die Überreste der Protestnacht noch nicht beseitigt. Es würde sich auch nicht lohnen: Die nächsten Krawalle kommen bestimmt.

Seit Tagen entzünden sich im Westjordanland Proteste - im Schatten des Gaza-Kriegs, der auf palästinensischer Seite schon mehr als 1000 Todesopfer forderte. In Nablus und Hebron liefern sich Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei, in Ramallah marschieren Tausende Palästinenser auf. Am Grenzposten Kalandia entlädt sich ihre Wut. Sie werfen Steine, schießen mit Feuerwerksraketen, zünden Autoreifen an. Die israelischen Soldaten feuern mit Gummigeschossen und scharfer Munition. Seit Donnerstagnacht wurden mindestens neun Palästinenser durch Schüsse getötet.

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