Erklärung einiger RLS-Stipendiat_innen, Ehemaliger, Vertrauensdozent_innen und Mitarbeiter_innen der Rosa Luxemburg Stiftung zum Gaza-Krieg.

Disclaimer

Diese  Erklärung wird von den Unterzeichnenden unterstützt. Sie ist weder im Namen der Rosa Luxemburg Stiftung verfasst, noch gibt sie vor, für deren Gesamtheit zu sprechen.  Innerhalb der Stiftung besteht keineswegs Einigkeit - etliche Stipendiat_innen lehnen die hierin vertretenen Inhalte scharf ab.

Erklärung einiger RLS-Stipendiat_innen, Ehemaliger, Vertrauensdozent_innen und Mitarbeiter_innen der Rosa Luxemburg Stiftung zum Gaza-Krieg.

 1 Protest

Wir Stipendiat_innen und ehemalige, Vertrauensdozent_innen, Angestellte und Mitarbeiter_innen der Rosa-Luxemburg-Stiftung möchten hiermit unser Entsetzen über das vor unseren Augen ablaufende israelische Massaker in Gaza zum Ausdruck bringen. Wir sind nicht für jedes Mittel des palästinensischen Widerstands;  wir sind gegen Raketen aus Gaza nach Israel hinein, aber – dies soll klar gestellt werden – in deutlich abgestufter Form, nicht nur in waffentechnischer Hinsicht, sondern auch politisch und moralisch. Wir fordern zusammen mit tausenden anderen Gruppen auf der ganzen Welt, in Israel und in den von ihm besetzten Gebieten die sofortige Einstellung der israelischen Militäroperation. Wir sind für einen sofortigen langfristigen Waffenstillstand, obwohl das natürlich nicht genügt.

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110 Nahost-Experten fordern von Bundesregierung mehr Druck auf Israel

An: 

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
Bundesminister des Auswärtigen Dr. Frank-Walter Steinmeier 
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller 
Bundesminister für Wirtschaft und Energie Sigmar Gabriel 
Bundesministerin der Verteidigung Dr. Ursula von der Leyen 
Die außenpolitischen Sprecher der Fraktionen und Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten 
Die verteidigungspolitischen Sprecher der Fraktionen und verteidigungspolitischer Ausschuss 
Die entwicklungspolitischen Sprecher der Fraktionen und Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 
Die wirtschaftspolitischen Sprecher der Fraktionen und Ausschuss für Wirtschaft und Energie 

 

Dauerhaften Waffenstillstand erzielen, Blockade beenden – 

Entwicklungsperspektiven für Gaza, Westjordanland und Ostjerusalem schaffen

 

Wir, deutsche Nahostexpertinnen und -experten, beschäftigen uns professionell mit der Entwicklung in den besetzten palästinensischen Gebieten. Wir setzen uns im Bereich der Wissenschaft, Entwicklungszusammenarbeit, Demokratie-, Friedens- und Menschenrechtsarbeit vor Ort in den besetzten palästinensischen Gebieten und in Deutschland für die Schaffung eines unabhängigen, demokratischen Staates Palästina, der in Frieden mit Israel und seinen Nachbarn leben kann, ein.

Über einem Monat haben wir einem zerstörerischen Krieg zusehen müssen, der alle diese Anstrengungen zunichte macht und auf Monate, möglicherweise auf Jahre hinaus die Entwicklungsperspektive des Gazastreifens beeinträchtigt und Hoffnungen auf einen dauerhaften Frieden in Nahost schmälert. Wir verurteilen die Anwendung von Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele. Gewalt, die sich gegen Zivilisten richtet, ist weder von militanten palästinensischen Gruppen noch von Seiten Israels zulässig.

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Duschen trocknen aus als Folge der Wasserknappheit im Elend von Gaza

Feriel al-Zaaneen hatte seit einem Monat keine Dusche mehr. So geht es Tausenden von Palästinensern, sie haben nicht genug Wasser um sich zu waschen, im Elend des Lebens im kriegsbetroffenen Gaza. In sengender Sommerhitze, in der die Temperaturen mehr als 34 Grad Celsius erreichen, ist Feriel eine von mehr als 218.000 Flüchtlingen die Zuflucht in einer der 87 UN-geführte Schulen gesucht haben. Während der Konflikt seit dem 8. Juli mindestens 1.980 Palästinenser und 67 Menschen auf der israelischen Seite getötet hat. "Es gibt hier kein Wasser und die Toiletten sind sehr schmutzig, das ist keine Art von Leben", sagt sie.

Zaaneen, ihre Kinder und Enkelkinder, etwa 50 Personen, flohen vor der israelische Bombardierung ihrer Häuser. Sie sagt, dass sie einen täglichen Kampf um das Wasser haben, dies ist eine wertvolle Ressource in der Hamas kontrollierten Enklave, die seit 2006 unter israelischer Blockade steht.

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Riesige Schäden im Wasser- und Abwassersektor des Gazastreifens

Die palästinensische Wasserbehörde erklärte am Donnerstag, dass die Wasserversorgung im Gazastreifen eine Gesamtschaden von 34,4 Millionen US$ durch die Kampfhandlungen davongetragen hat. Zahlreiche Verteiler- und Druck-Stationen wurden vollständig von Israel zerbombt.

In einer Stellungnahme der Behörde heißt es weiter, dass 11 Quellen vollständig und 15 weitere teilweise zerstört wurden. 17 Leitungskilometer sind ebenfalls zerstört worden. Weitere 29 km wurden als noch reparaturfähig eingestuft.

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Gaza: Während der israelischen Angriffe in UNRWA Unterkünften 344 Kinder geboren

UNRWA Fahrzeuge sind im Allgemeinen eher dafür da um Hilfe zu bringen oder Lieferungen durchführen, aber dieses Mal war das Auto des Palästina-Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen mit Frauen und Neugeborenen überfüllt. Die Frauen und ihre Kinder wurden aufgenommen, um ihnen einen Anteil an Milch und Windeln gegeben, und die Pflege der Neugeborenen zu sichern. Unter den Teilnehmern waren nur einige der 344 palästinensischen Babys, die ihr Leben als Binnenflüchtlinge in UNRWA-Schulen in Gaza begonnen haben, so meldet die Agentur. Ein Ma'an Reporter sagte bei einer Zeremonie, dass viele der Teilnehmer in ihre muslimischen Gebets Kleider gekleidet waren, da sie nicht in der Lage waren andere Kleidung zu finden. Einige der Mütter war darüber hinaus auch nicht in der Lage, im verwüsteten Gaza Kleidung für ihre neugeborenen Kinder zu finden. Eine Mutter aus der Familie Abu Adwan sagte Ma'an, dass ihr Haus nur Stunden bombardiert, bevor sie ihr Baby, ihre Tochter Ghadir gebar.

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