Präsident Y. Arafat الرئيس ياسر عرفات

Fatah: Israel allein hinter dem Mord an Arafat

Nach Berichten über erhöhte Polonium-Werte im Leichnam Arafats haben tausende Palästinenser an dessen neuntem Todestag an Gedenkmärschen teilgenommen. Dabei wurden am Montag in den Städten des Westjordanlandes erneut Vorwürfe laut, Israel habe den 2004 gestorbenen Palästinenserführer ermordet.

"Wir sind dem Moment der Wahrheit sehr nahe, an dem klar werden wird, dass unser israelischer Feind allein hinter dem Mord an Abu Amar steht", sagte Sultan Abu Einan, Mitglied des Fatah-Zentralkomitees, in Nablus. Abu Amar war Arafats Bewegungsname.

Vor einer Kranzniederlegung an Arafats Grab in Ramallah zogen Menschen mit Porträts des früheren Präsidenten und Palästinenserflaggen durch die Straßen.

Die palästinensische Untersuchungskommission hatte am Freitag mitgeteilt, Arafats Todesursache sei weder Altersschwäche noch eine Krankheit gewesen. Dies hätten Gutachten aus der Schweiz und Russland ergeben. Experten hatten im November 2012 bei einer Graböffnung Proben von Arafats Leichnam entnommen. Die Schweizer hatten am Donnerstag mitgeteilt, die Proben hätten 18 mal mehr radioaktives Polonium 210 enthalten als normal.

Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hatte am Sonntag versprochen, man werde die Wahrheit über Arafats Tod herausfinden. Israel hat jegliche Verantwortung für Arafats Tod zurückgewiesen.