Erinnerung an Al-Nakba

65 lange Jahre mussten vergehen, seit >Die Katastrophe< (Al-Nakba) das palästinensische Volk heimgesucht hat. Die Katastrophe durch die sie staatenlos, und Vertriebene wurden. Vertrieben von ihrem Boden in einem verlustreichen Krieg

und als Ergebnis lebt nun mehr als die Hälfte von ihnen in Flüchtlingslagern in fremden Ländern fern der Heimat in der Diaspora, der Zerstreuung.

Eine jederzeit zerbrechliche Lebensweise wurde die Existenz für Generation auf Generation, die immer auf die Erfüllung ihres Rechtes auf Heimkehr hoffen.  Ein Recht aller Flüchtlinge und heimatlosen Menschen auf dieser Welt, die auf Entschädigung für ihre Leiden  und Verluste, auf Gerechtigkeit bestehen, während ständige Belastungen, Konflikte und Zeiten der Unruhe und des Krieges sich abwechseln.

Dazu kommt, dass vor 46 Jahren viele palästinensische Flüchtlinge ebenfalls unter militärische Besetzung der Israelis gerieten. Millionen davon Flüchtlinge der Katastrophe von 1948. Sie erfuhren nun an eigenem Leib tagtäglich die Negierung und Verletzung ihrer fundamentalen Menschenrechte, einschließlich dem auf Selbstverwaltung.

Die Not der palästinensischen Flüchtlinge verschlimmerte sich tragisch Jahr für Jahr und das drückt sich besonders in den Geschehnissen des vergangenen Jahres aus. Ich nenne nur die Namen: Gaza-Streifen, Al-Yarmouk in Syrian und Nahr al Bared, dem Flüchtlingslager im Norden des Libanon. Aber es ist die Notlage aller palästinensischen Flüchtlinge in den besetzten palästinensischen Gebieten, besonders leidet man aber in Gaza unter der rapiden Verschlechterung der Lebensbedingungen, der Unsicherheit und wirtschaftlichen Instabilität. Das wird immer brutaler unter der ständigen, ungesetzlichen  israelischen Politik der Besatzung.

Israel schränkte die Bewegungsmöglichkeiten der Menschen in Gaza, auch der Kranken die dringend medizinischer Hilfe bedürfen, ein und behinderte und unterbrach zeitweilig komplett, die dringenden Lieferungen von Lebensmittel, medizinischen Artikeln, Baumaterial, Treibstoff und anderer Waren des täglichen Bedarfs.

Diese kollektive Bestrafung des palästinensischen Volkes drückt eine aggressive Verletzung der 4. Genfer Konvention aus und verletzt auch noch zahlreiche andere Menschenrechtskonventionen. Diese Missachtung internationalen Rechts betrifft alle Bereiche des Lebens. Die Arbeitslosigkeit nimmt rapide zu, Krankheiten können nicht mehr bekämpft werden, Hunger nimmt zu, Ausfälle von Schulunterricht und vieles mehr. Die Menschen fühlen nur noch Unterdrückung und Entmutigung.

Diese nicht zu akzeptierende Situation muss unbedingt von der internationalen Gemeinschaft mit verändert werden. Israel muss gezwungen werden, internationales Recht zu achten und umgehend die Belagerung des Gaza-Streifen zu beenden. Israel muss die Grenzen wieder für alle lebensnotwendigen Dinge und deren ungehinderten Transport öffnen. Natürlich auch für medizinisches Gerät und Medikamente.

Dies alles ist eine moralische, politische und nicht zuletzt humanitäre Pflicht, um eine drohende menschliche Katastrophe im Gaza-Streifen aufzuhalten.

Die Zustände in den besetzten palästinensischen Gebieten, einschließlich Ost-Jerusalem, sind zur Zeit gelinde gesagt düster, sehr bedrückend. Ein Fortschritt im wieder, wieder belebten Friedensprozess ist mittelfristig nicht zu erwarten, während die Entwicklung zum Schlechten immer weiter geht.

 

Freunde Palästinas

15.05.2013